Die deutsch-polnische Eiszeit ist vorbei
Regierungschef Tusk für Gedenkstätte in Danzig
BERLIN. Da können zwei gut miteinander. Das sah man schon beim Empfang mit militärischen Ehren in Berlin, als Donald Tusk und Angela Merkel sich begrüßten.
Eines der Probleme ist das von der Bundesregierung geplante und vormals sogenannte "Zentrum gegen Vertreibung" in Berlin. Tusk hatte angeregt, statt der Erinnerungsstätte ein Weltkriegs-Museum in Danzig zu errichten. Er sagte, dass es ihm nicht um einen Ersatz zu dem von Berlin nun geplanten "sichtbaren Zeichen" gegen Vertreibung in Europa gehe. Das Museum könne eingebunden werden in ein europäisches Netz von Gedenkstätten. Die Kanzlerin machte klar: Das Projekt solle Ursache und Folge des Zweiten Weltkriegs in keiner Weise relativieren. Merkel hatte zudem betont, dass es keine Entschädigungsansprüche gegen Polen gebe.
Gesine Schwan, die Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, äußerte sich optimistisch: Es werde gelingen, Lösungen zu finden.
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