Mit gelben Luftballons gegen Gen-Mais
Rund 40 Teilnehmer bei Fahrraddemonstration Mahnwache vor Forschungsinstitut eingerichtet
Mit einer Fahrraddemonstration hat das Bündnis für eine gentechnikfreie Region Braunschweig gegen die Aussaat von Genmais protestiert. Das Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut in Völkenrode plant einen derartigen Versuch in den nächsten Wochen.
Bereits am Freitag waren rund 20 Gentechnik-Gegner auf das Gelände der Forschungsinstitution vorgedrungen und hatten auf dem Feld einen Protest-Turm errichtet (wir berichteten). "Wir kennen uns, aber letztlich steht jeder für sich", betont Heiner Schrobsdorff, Organisator der Fahrraddemonstration.
Trotzdem kamen sich beide Gruppen am Samstag näher. Denn ihre Route führte die Protestler von der Innenstadt ebenfalls zu dem Forschungsinstitut. Von der Polizei begleitet radelten die rund 40 Teilnehmer friedlich nach Völkenrode. Allerdings war auf dem Vorplatz der Einrichtung Schluss. Dort folgte eine Abschlusskundgebung. Eine Mahnwache wurde eingerichtet. Sie soll zwei Wochen rund um die Uhr besetzt werden. "Wir hoffen auf viele Freiwillige", sagt Schrobsdorff. Erste Unterstützung gab es bereits in der Nacht zu Sonntag. Ein Anwohner versorgte die Gruppe mit persischem Schwarztee.
Schrobsdorff kämpft seit 2006 engagiert gegen Gentechnik. In diesem Jahr wurden in Sickte Kleinversuche mit genverändertem MON-810-Mais gemacht. Als Imker ist er für die Problematik besonders sensibilisiert. "Die Biene steht bei der wirtschaftlichen Bedeutung von Haustieren nach Kuh und Schwein an dritter Stelle", sagt er. Verantwortlich dafür sei die Bestäubungsleistung der Insekten. Wenn Bienen im Umkreis von Genmais-Feldern verdrängt würde, könnten sie dieser Funktion nicht mehr nachkommen.













