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11. Februar 2012
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Braunschweigs Weltmeisterzug soll Fans ins neue Fußball-Museum fahren

Verkehrsfreunde wollen Idee vom Deutschen Fußball-Bund aufgreifen und gemeinsam nach Sponsoren suchen

Von Jörn Stachura

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Still ist es um Braunschweigs Weltmeisterzug geworden. Weil die Betriebserlaubnis fehlt, rostet die alte VT08 auf dem Abstellgleis an der Borsigstraße vor sich hin.

Doch plötzlich scheint ein mächtiger Restaurations-Fürsprecher aufgetaucht zu sein: der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

Der führt wieder einmal Großes im Schilde: In Dortmund soll ein neues DFB-Museum entstehen. Auf 30 Millionen Euro werden die Kosten geschätzt. Die Eröffnung ist für den Sommer des Jahres 2012 geplant. Der Standort für das Museum scheint ideal: Er befindet sich direkt hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof. DFB-Schatzmeister Horst Schmidt lässt sich im Interview mit der Westfälischen Rundschau so zitieren: "Der Baukörper (des Museums) muss sich nach den Erfordernissen ausrichten. Wenn man zum Beispiel im Weltmeisterzug von 1954 dort hinfahren möchte."

Worte, die Musik in den Ohren von Jörg May sind. Er ist Vorsitzender der Braunschweiger Verkehrsfreunde, die sich um Restauration und Erneuerung der Betriebserlaubnis für den Weltmeisterzug bemühen. May meint: "Der DFB-Schatzmeister weiß offenbar nicht, dass der Weltmeisterzug zurzeit nicht fahrbereit ist." Und dass der Fußball-Bund aus reiner Gefälligkeit die Restauration bezahlt, will May auch nicht recht glauben: "Wir haben ein Gutachten anfertigen lassen, wonach sich die Kosten auf mindestens 500 000 Euro belaufen. Es kann schnell aber auch die doppelte Summe fällig werden. Denn mit versteckte Schäden muss man immer rechnen."

Und dennoch will May nun die Kontakte zum DFB intensivieren. "Wir haben bereits über Eintracht Braunschweig nach einem Gesprächspartner beim DFB gesucht. Es liegt allerdings noch kein Ergebnis vor."

Gleichwohl betrachtet May den DFB als einen Partner, der langfristig den Weltmeisterzug in Bewegung halten könnte: "Mit dem DFB an der Seite lassen sich leichter Sponsoren finden. Außerdem ist die Idee, im Weltmeisterzug zum DFB-Museum zu fahren, einfach bestechend. Die Zahl der Fahrten und Einnahmen würden deutlich steigen. Die Unterhaltungskosten für den Zug wären viel einfacher aufzubringen."

Zeitlich wäre alles machbar: Die Restauration der vier Wagen, so May, würde längstens ein Jahr dauern.

Dienstag, 26.05.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10390371/menuid/2048
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