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11. Februar 2012
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Auf Mallorca aus Eimern getrunken – nun haben alle die Schweinegrippe

Inzwischen haben sich neun Braunschweiger in Spanien mit Virus infiziert

Von Norbert Jonscher

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Die Zahl der Infektionen steigt. Bisher neun Fälle von Neuer Grippe, auch "Schweinegrippe" genannt, hat das Gesundheitsamt der Stadt inzwischen registriert. Sechs Männer und drei Frauen haben sich mit dem Virus infiziert – alle auf Reisen nach Mallorca oder ins spanische Lloret de Mar.

"Bei allen Betroffenen verläuft die Krankheit aber in milder Form, so dass ein stationärer Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich ist", erklärt Pressesprecher Rainer Keunecke. Eine "häusliche Isolation" reiche aus. Wie bei dem 22-jährigen Torsten M. (Name geändert), einem Studenten, der mit Freunden eine Woche auf Mallorca weilte, am "Ballermann" – um Party zu machen, wie er sagt.

Nun seien alle drei an Schweinegrippe erkrankt, berichtet der 22-Jährige. Bereits nach fünf Tagen Ballermann habe er erste Symptome verspürt. "Ich habe gezittert und geschwitzt wie Sau." Vor allem nachts. "Bestimmt fünf Mal musste ich mich umziehen." Hinzu kamen Halsschmerzen, eine laufende Nase. "Und irgendwann bekam ich auch noch Husten, und die Stirnhöhle tat mir weh."

Warum er nicht sofort zum Arzt gegangen sei? Nun, er habe alles zuerst auf den Alkoholgenuss zurückgeführt. Und beim Eimerleeren in den Diskotheken habe er sich wohl auch angesteckt. "Wir haben alle aus einem Strohhalm getrunken. Es gibt wohl keinen Ort, wo man sich leichter anstecken kann." Auch einen Bekannten aus Wenden, den er zufällig in Arenal traf, habe es erwischt. "Der hat jetzt auch die Schweinegrippe."

Gleich nach dem Rückflug, berichtet M., sei er zum Arzt gegangen. Und der habe gleich auf Schweinegrippe getippt. Abstriche von Mund- und Nasenschleimhäuten wurden genommen und per Kurier zum Landesgesundheitsamt geschickt. "Das Seltsame war: Der Schnelltest verlief negativ. Und ich dachte schon, das ist eine ganz normale Grippe." Erst in Hannover habe man den gefährlichen Erreger entdeckt. Seitdem hütet M. daheim das Bett, mit Mundschutz. Ebenso wie ein Mitbewohner, den es ebenfalls am Ballermann erwischt hat.

Das Gesundheitsamt sammelt derweil täglich bis zu zehn in Arztpraxen genommene Abstrichproben ein und schickt sie nach Hannover. Wird der Verdacht bestätigt, ermittelt das Gesundheitsamt die Frauen und Männer, die mit dem oder der Erkrankten Kontakt hatten. Rainer Keunecke: "Kontaktpersonen ersten Grades, zum Beispiel Familienangehörigen, wird ebenfalls eine einwöchige häusliche Isolation aufgegeben. So lange dauert die Inkubationszeit der Neuen Grippe."

Dienstag, 14.07.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10633074/menuid/2048
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