Polizei erwartet erhebliche Verkehrsbehinderungen
Anti-Atom-Treck mit 50 Traktoren führt am Sonntag durch Braunschweig
So viele Traktoren auf einmal waren wohl noch nie in Braunschweig: Etwa 50 Bauern beteiligen sich am Sonntag mit ihren Fahrzeugen am Anti-Atom-Treck. Die Polizei erwartet erhebliche Verkehrsbehinderungen.
Der Treck kommt aus Gorleben, dem Standort eines Atommüll-Zwischenlagers. Auf dem Weg zur Anti-Atomkraft-Großkundgebung in Berlin am 5. September legt er einen Halt in Braunschweig ein. Braunschweig wurde gewählt, weil es in der Nähe des Schacht Konrads in Salzgitter und der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel liegt.
Wie viele Menschen zu den Kundgebungen kommen werden, ist auch für den Streckenverantwortlichen Thomas Erbe von der Umweltschutzorganisation Robin Wood nur schwer zu schätzen. "Bei der Polizei haben wir mehrere Hundert angemeldet", sagt Erbe.
An der letzten Anti-Atomkraft-Großveranstaltung in unserer Region beteiligten sich im Februar 15 000 Frauen, Männer und Kinder. Sie bildeten eine gigantische Lichterkette. Erbe spricht noch heute von einem riesigen Erfolg. "Es deutet sich allerdings nicht an, dass es Sonntag eine Wiederholung geben wird", sagt der Robin-Wood-Mann.
Auch für die Polizei ist schwer zu schätzen, wie viele Menschen kommen werden. Klar ist indes für die Beamten: Es wird zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. "Nur gut, dass der Treck am Sonntag durch Braunschweig führt und es dann keinen Berufsverkehr gibt", sagt Polizeisprecher Joachim Grande und kündigt für den späten Sonntagnachmittag Vollsperrungen an, zum Beispiel an der Ecke Jasperallee/Altewiekring und auf dem Bohlweg. "Das sind die neuralgischen Punkte", sagt der Polizeisprecher und rät, diese am Sonntag unbedingt zu umfahren.













