Entscheidung über Volksbegehren am Montag
Ziel des Stadtelternrates: Schulvorstände sollen bestimmen, ob Abitur wieder nach neun Jahren möglich ist
Der Stadtelternrat wird am Montagabend die Entscheidung treffen, ob er ein Volksbegehren für bessere Bildungsbedingungen in Niedersachsen auf den Weg bringt. "Ich will erreichen, dass wir am Ende der Sitzung ein klares Ja oder Nein haben", sagt Vorsitzende Regina de Rose.
Sie wird über einen Kompromiss abstimmen lassen, weil sich in Hannover wie in Braunschweig gleichzeitig zwei Initiativen mit dem gleichen Ziel in Bewegung gesetzt haben auf unterschiedlichen Wegen allerdings. Hannoveraner Eltern, so Regina de Rose, hätten eher die Unterrichtsumstände an den Gesamtschulen im Fokus, Braunschweiger dagegen das Turbo-Abi allgemein.
Der Kompromissvorschlag sieht nun so aus: Das Land soll an Gymnasien wie Gesamtschulen wieder wahlweise die Möglichkeit zum Abitur nach neun Jahren zulassen. Die Entscheidung darüber soll der jeweilige Schulvorstand bindend für fünf Jahre treffen. "Davon profitieren Gymnasiasten wie Gesamtschüler und auch die Realschüler, für die es sonst unmöglich wird, Abitur zu machen, ohne eine Klasse wiederholen zu müssen", sagt Regina de Rose.
Beide Initiativen hatten ihre eigenen Gesetzesentwürfe bereits beim Land auf formale Richtigkeit prüfen lassen. "Jetzt müssen wir sie nur noch zusammenführen."
In Hannover sei noch kein Entschluss über den Kompromiss gefasst worden, Braunschweig wolle nun das Tempo forcieren. Der Stadtelternrat in der Landeshaupstadt wird sich frühestens Ende September mit dem Thema befassen, ist selbst gar nicht in die Vorbereitungen eingebunden, erklärte eine Sprecherin.
Die Sitzung des Stadtelternrates am Montag, 31. August, in der Cafeteria des Martino-Katharineums ist öffentlich. Beginn ist um 19.30 Uhr.













