Wunschzettel der Grundschul-Eltern
Umfrage des Stadtelternrates: Über die Hälfte wollen Nachmittagsbetreuung, drei Viertel den Mittagstisch
Ein warmes Mittagessen in der Schule und Betreuung bei den Hausaufgaben. Das sind die dringendsten Wünsche der Eltern von Braunschweigs Grundschülern.
Der Stadtelternrat hat die Mütter und Väter von 7385 Erst- bis Viertklässlern nach ihrem Betreuungsbedarf in den Nachmittagsstunden befragt. Die Hälfte hat den Fragebogen ausgefüllt zurückgegeben.
"Eine gute Quote", sagt Elternratsvorsitzende Regina de Rose zumal sich ein halbes Dutzend Grundschulen an der Umfrage nicht beteiligte. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten meldet Bedarf auf Schulkindbetreuung über die Mittagszeit hinaus an. Die meisten wünschen sich organisiertes Programm in der Schule bis 15 oder 16 Uhr.
"Wir wollen einen ordentlichen und für die Eltern verlässlichen Übergang von der Nachmittagsbetreuung in den Kindertagesstätten zur Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen", beschreibt Regina de Rose das Ziel der Aktion.
Es gebe an dieser Stelle einen Bruch, sagt Bernd Uster, Stadtelternratsvorsitzender für die Kindergärten. Für nahezu die Hälfte der Kinder, die in den Tagesstätten noch über 13 Uhr hinaus betreut werden, fehle es an Nachmittagsangebot in den Grundschulen.
Schuleltern-Vertreterin Monika Sagebiel glaubt, dass dieser Bedarf gar steigen werde, weil das Einschulungsalter schrittweise abgesenkt wird. "Man muss das Nachmittagsangebot in Schulen parallel zum Ausbau der Krippenplätze ausweiten. Sonst bekommen viele Eltern große Probleme, die sich auf eine Situation einstellen, die es nur auf begrenzte Zeit gibt", so Monika Sagebiel.
Die Umfrage-Ergebnisse sollen der Stadt, dem Land und politischen Entscheidungsträgern vorgelegt werden, sobald sie auch auf Stadtteile heruntergebrochen ausgewertet sind. Schon jetzt sei klar, dass vor allem in Lehndorf und Broitzem ein erhebliches Verlangen nach Nachmittagsprogramm in den Schulen bestehe.
Drei von vier Eltern gaben in der Befragung an, sie wünschten sich für ihre Kinder die Möglichkeit, in der Schule zu Mittag zu essen. Bernd Uster: "Wir haben gute Möglichkeiten in dieser Stadt, wir müssen jetzt noch stärker die Vernetzung herstellen. Es gibt Institutionen mit Mensen, die schmeißen jeden Tag Essen weg. Da könnte man effizienter zusammenarbeiten."













