Naturschutzbund: Beschwerde gegen Startbahn-Urteil
Braunschweigs Naturschutzbund (Nabu) will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um den Ausbau des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg zu verhindern. Der Nabu teilte gestern mit, das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg nun anzufechten. Er hat Beschwerde eingelegt.
Der Weg ist kompliziert, denn die Lüneburger Richter haben ein Revisionsverbot verhängt. Dagegen wehrt sich der Nabu und hat darum Revisionsbeschwerde eingereicht. Nabu-Vorsitzender Carlo Fuchs erwartet sich davon zunächst keine Wende des Verfahrens: "Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg und dort derselbe 7. Senat, der das Urteil für eine Verlängerung der Start-/Landebahn in den Querumer Forst gefällt hat, muss nun darüber entscheiden, ob das Urteil fehlerbehaftet ist."
Werden keine Fehler entdeckt, und davon geht der Nabu aus, müsse der Fall, so Fuchs, zur Beschwerdeprüfung an das Bundesverwaltungsgericht weitergegeben werden. Darauf setzt der Nabu.
Auch finanziell glaubt der Nabu, das Vorhaben stemmen zu können. Fuchs behauptet: "Das Urteil von diesem Senat war absehbar. Auch wenn man offenbar versucht, uns durch den langen Gerichtsweg finanziell auszuhungern. In den vergangenen neun Wochen sind schon über 17 000 Euro an Spenden eingegangen. Das ist bereits knapp über die Hälfte des aktuellen Finanzierungsbedarfs."
Der Nabu wehrt sich gegen die Startbahnverlängerung, weil er errechnet hat, dass dafür 60 000 Bäume gefällt werden müssten.













