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12. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Was Kinder in der Zukunft anziehen

Futuristische Modenschau auf Zukunftsschiff im Hafen Veltenhof – Projekt des Hauses der Wissenschaft

Von Henning Thobaben

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"Es könnte ja einen Klimawandel geben, und das Ozonloch wird größer", befürchtet die neunjährige Bella. Sie trägt einen goldenen Umhang. "Der reflektiert und isoliert." Bei der Modenschau "Klamotten der Zukunft" gehört sie zu den Gewinnern.

Der Wettbewerb fand im Rahmen des Projekts „Forschungsexpedition Braunschweig“ statt. Seit Juni entdecken 8- bis 16-Jährige in verschiedenen Einrichtungen der Stadt die Welt der Wissenschaft.

Ihr Ziel gestern: das Zukunftsschiff „MS Wissenschaft 2009“. Die schwimmende Ausstellungsfläche liegt noch bis heute im Hafen Veltenhof vor Anker, ehe sie zu den verbleibenden der insgesamt 34 Stationen in Deutschland weiterfährt. Dort erleben die Besucher mit einer fiktiven Familie aus dem Jahr 2030 den Alltag der Zukunft.

Den könnte sich der achtjährige Marc wie folgt vorstellen: Die Menschen tragen eine Art Multimedia-Anzug. Auf dem Bauch kann eine Tastatur aufgeklappt werden. „Dann braucht man nicht immer ein Heft dabei zu haben, wenn man etwas aufschreiben will“, erklärt der junge Erfinder. Auch Zeit und Temperatur werden eingeblendet.

Silbern und glitzernd – so wird die Kleidung in 20 Jahren für den elfjährigen Leonard aussehen. „Vielleicht kann man mit dem Anzug mal Solarenergie gewinnen“, sagt der Schüler vom Lessinggymnasium. Alles hat er alleine gebastelt. Nur beim Helm habe die Mutter mitgeholfen.

„Alle haben sich sehr viel Mühe gegeben“, lobt Claudia Richardt, Projektleiterin vom Haus der Wissenschaft. Zwischen 20 und 30 Kinder seien bei der Forschungsexpedition durch Braunschweig dabei.

Und dabei kommt man auf Ideen. So auch der zehnjährige Jan, der sich die Arbeitskleidung eines Arztes der Zukunft übergestülpt hat. In der Tasche allerhand Ausrüstung wie ein Mini-Röntgengerät. In den Schuhen sind ausklappbare Rollen versteckt. „Damit man schnell von einem Ort zum anderen kommt“, erklärt er.

Die Jury überzeugt die Konzeption. Jan gehört zu den Gewinnern und darf auf eine Probereise im Flugsimulator des deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt gehen.

Aber so manches Kind blieb bodenständig. Die elfjährige Alena von der IGS Querum stellte ein Abendkleid vor. „Die habe ich schon in alten Filmen gesehen. So sehr verändern die sich nicht“, erklärte sie das relativ normale Aussehen.

Einfach machte es sich Tabea. Sie trug einen Schlafanzug. „Vielleicht sind die Leute ja in 20 Jahren zu faul, um sich anzuziehen“, vermutete sie. Wer weiß das schon...

Donnerstag, 17.09.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10971592/menuid/2048
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