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12. Februar 2012
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Solarsegler in der Tiefe des Raums

Bei der Vortragsreihe Astroherbst geht es auch um Braunschweiger Leistungen in der Weltraumforschung

Von Harald Duin

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Das Haus der Wissenschaft lädt zum heißen Astroherbst. Einen der Referenten haben wir kurz vor seinem Flug nach Südkorea erwischt. Joachim Block vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Braunschweig wird dort den Sonnensegler vorstellen.

Er spricht auf der weltweit bedeutendsten Tagung zum Internationalen Astronomiejahr 2009. Block und seine Kollegen vom Institut für Faserverbundleichtbau entwickelten für ein riesiges Sonnensegel Masten aus ultraleichter Kohlefaser. Der Drachen wird ausschließlich durch den Lichtdruck der Sonne angetrieben.

Auf dem Braunschweiger DLR-Gelände befindet sich ferner das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, das unter anderem das Verhalten von Raumfahrzeugen beim Flug und Wiedereintritt in die Erdatmosphäre untersucht.

Weltraumforschung auch an der TU Braunschweig: etwa am Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik. Man erinnere sich: Das Institut half mit, dass die 1997 gestartete Cassini-Sonde, ein internationales Gemeinschaftsprojekt, ihre Aufgaben erfüllen kann. Zurzeit befindet sich Cassini in einer Bahn um den Saturn-Mond Titan.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig macht mit beim Weltraumprojekt "Microscope", einer deutsch-französischen Kooperation. Der Mikrosatellit soll im Jahre 2012 in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht werden. "Microscope" soll die Äquivalenz (Gleichwertigkeit) von träger und schwerer Masse in bisher nicht erreichter Genauigkeit überprüfen.

Die PTB: "Seit Galilei und Newton gilt die Annahme, dass träge und schwere Masse äquivalent sind. Dies wird jedoch von neuen physikalischen Theorien wie der String-Theorie in Frage gestellt."

Zurück zum Astroherbst, bei dem das DLR Mitveranstalter ist. Mit Carsten Wiedemann vom Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig referiert einer der weltweit gefragten Experten zum Thema Weltraumschrott. Müllabfuhr im erdnahen All – da gibt es erste Ideen, wie das zu lösen ist.

Im ersten Vortrag der Reihe Astroherbst wird der Physiker und Wissenschaftsjournalist Max Rauner uns die Vorstellung nahebringen, dass unser Weltraum möglicherweise nur einer unter unendlich vielen sein könnte – vom Universum zum Multiversum?

Der Astronaut Thomas Reiter, inzwischen im Vorstand des DLR zuständig für die Bereiche Raumfahrtforschung und -entwicklung, wird wegen des großen Interesses nicht im Haus der Wissenschaft, sondern im Audimax referieren.

Reiter war der erste europäische Astronaut, der 2006 sich fünf Monate auf der internationalen Raumstation ISS aufhielt, Abkürzung für International Space Station. Reiter ist vom Nutzen der Weltraumfahrt zutiefst überzeugt.

Samstag, 10.10.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11083454/menuid/2048
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