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04. Februar 2012
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Auf immer mehr Straßen in der Innenstadt soll Tempo 30 gelten

Plan der Verwaltung stößt auf Zustimmung und Skepsis – "Keine Abzocke, die Sicherheit soll erhöht werden"


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Autofahrer, Fuß vom Gas! Die Verwaltung will in der Innenstadt für größere Verkehrssicherheit sorgen. Aus diesem Grund sollen noch mehr Straßen als Tempo-30-Zonen ausgewiesen werden. Das kündigte Tiefbauamtsleiter Heinz-Georg Leuer an.

Die Reaktionen auf diesen Vorschlag, der von den Ratsgremien noch diskutiert werden muss, sind geteilt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ist uneingeschränkt dafür, und auch aus Sicht der Polizei überwiegen die Vorteile. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club und der Taxifahrer-Verband sehen den Plan mit gemischten Gefühlen.

Zu den potenziellen Tempo-30-Strecken innerhalb des Okerumflutgrabens gehört als markanteste die viel genutzte Wilhelmstraße. "Mit bis zu vier Richtungsfahrstreifen verleitet sie zum schnellen Fahren und erschwert für Fußgänger das Queren", meint Leuer. Künftig wird die Wilhelmstraße deshalb durchgehend nur noch zwei Fahrstreifen plus Abbiegespuren haben. So zumindest plant es die Verwaltung.

Auf anderen wichtigen Verbindungsstraßen mit Ampeln soll hingegen weiter Tempo 50 gelten. Zu diesen zählen unter anderem Celler Straße, Lange Straße, Fallersleber Straße und Kurt-Schumacher-Straße.

Die mögliche Einführung weiterer Tempo-30-Zonen begründet die Verwaltung auch mit den positiven Erfahrungen, die sie gemacht habe, seit in Folge des Schlossbaus auf dem Bohlweg, der Münzstraße und am Ritterbrunnen nicht mehr schneller als 30 gefahren werden darf. Die Innenstadt sei jetzt leichter und sicherer für Fußgänger zu erreichen, meint der Tiefbauamtschef. Er betont: "Um diesen Effekt auszudehnen, wollen wir in weiteren Bereichen der Innenstadt Tempo 30 einführen."

Auf der Wilhelmstraße möchte die Stadt 80 000 Euro investieren, um zu gewährleisten, dass Autofahrer tatsächlich nicht schneller als mit 30 km/h unterwegs sind. Dies ist auch eine Forderung von Polizei und ADAC. Beide betonen: Es müsse für Autofahrer sofort erkennbar sein, dass sie sich in einer verkehrsberuhigten Gegend befinden.

Vehement wehrt sich die Verwaltung gegen den Vorwurf, durch die Einrichtung weiterer Tempo-30-Zonen mehr Bußgelder einnehmen zu wollen. Stadtsprecher Rainer Keunecke: "Dieser Vorwurf entbehrt jeder Grundlage. Tempo-30-Zonen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Bußgelder dienen nicht dazu, Einnahmen zu erzielen. Sie sollen vielmehr die Autofahrer anhalten, die Verkehrsregeln zu befolgen."

Samstag, 17.10.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11116985/menuid/2048
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