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04. Februar 2012
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Stadt saniert Schützenplatz mit Speiseöl

Vorarbeiten für Bau der Fußball-Halle beginnen


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Im Auftrag der Stadtverwaltung beginnt eine Braunschweiger Spezialfirma am Montag mit etwa dreiwöchigen Bodenreinigungsarbeiten an der Hamburger Straße. Die Erde dort ist nach Mitteilung der Stadt bis in eine Tiefe von elf Metern durch chlorierte Kohlenwasserstoffe verunreinigt. Kurios: Der Boden soll mit einem speziell für die Altlastensanierung modifizierten Speiseöl gereinigt werden.

Dadurch würden für die schon vorhandenen schadstoffabbauenden Bodenorganismen die Lebensbedingungen verbessert. "Die Bakterien werden dann noch einige Jahre ,kostenlos’ weiter arbeiten, um den Boden zu reinigen", heißt es von Seiten der Stadt.

   Bodenreinigung vor dem Baubeginn

Hintergrund für die Arbeiten ist der Plan eines Münchner Unternehmens, auf dem Gelände der Schützengesellschaft an der Hamburger Straße eine Fußballhalle zu errichten (wir berichteten). Vor Beginn des Millionenprojekts solle der Boden jedoch gereinigt werden.

Gefahren für die Gesundheit bestehen nicht, versichert die Verwaltung. Man möchte aber die weitere Verbreitung dieser Stoffe mit dem Grundwasser verhindern.

Dafür hatte die Stadt eigenen Angaben zufolge bereits im Jahr 2006 Geld vom Eigentümer eines benachbarten Grundstücks erhalten, von dem die Schadstoffe mutmaßlich stammen und von wo aus sie sich über das Grundwasser verbreitet haben. Ein Teil dieses Geldes, 115 000 Euro, würden für die Sanierung verwendet.

   Ökologische und finanzielle Gründe

Aus ökologischen Gründen und aus Kostengründen komme das neuartige mikrobiologisches Verfahren zum Einsatz. "Bei den herkömmlichen Verfahren müssen große Mengen Grundwasser gefördert und anschließend gereinigt werden, um die Schadstoffe von den Bodenpartikeln zu lösen" erklärt Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink.

Er gibt zu bedenken: "Elektropumpen und Lüfter müssten über Jahre betrieben werden". Deshalb sei dieses Verfahren nicht nur zeit-, sondern auch energieaufwändig im Vergleich zur Methode mit dem Speiseöl.

Samstag, 21.11.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11300080/menuid/2048
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