Asta: Bildungsstreik muss weitergehen
Braunschweiger Studenten sehen keinerlei Verbesserung durch die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz
Hochschulrektoren und Kultusminister versprechen den Bachelor-Studenten weniger Stoff pro Semester, flexiblere Studienzeiten und leichtere Hochschulwechsel. Doch der Asta der TU Braunschweig hält von den Beschlüssen nicht viel.
Nach einer langen Sitzung äußerten sich gestern die Vertreter des Allgemeinen Studentischen Ausschusses (Asta) zu den Ergebnissen der Kultusministerkonferenz. Ihnen gehen die angekündigten Korrekturen der Bachelor-Studiengänge nicht weit genug, sie sprechen von "heißer Luft."
Die wichtigsten Forderungen der Studenten seien darin nicht umgesetzt. Asta-Mitglied Tobias Bresch sagt: "All das, was da beschlossen wurde, stand schon 1997 in diversen Papieren, es ist nichts Neues." Das Bachelor-Masterstudium müsse sechs Jahre statt fünf dauern, um mehr Zeit zum Lernen der wichtigen Inhalte zu haben.
"Wir befürchten, dass unsere Bachelorabschlüsse international nicht anerkannt werden", schreibt der Asta in einer Mitteilung. Das Bachelor-Studium qualifiziere in seiner jetzigen Form weder für den Beruf noch für eine Wissenschaftskarriere der deutsche Arbeitsmarkt brauche keine Bachelor-Absolventen.
Hauptkritikpunkt der Studenten ist nach wie vor das Problem, dass derzeit nicht jeder Bachelor-Absolvent auch einen Master-Platz erhalten könne. Der Asta fordert: "Es muss sichergestellt werden, dass jeder Bachelor-Absolvent an der gleichen Hochschule Zugang zu mindestens einem Masterstudiengang hat."
Die nun getroffenen Beschlüsse stellen laut Asta einen Affront gegenüber den Studierenden dar. "Sie werden nicht zur Verbesserung der Studiengänge beitragen und ändern nichts an der Unterfinanzierung des Bildungssystems." Der Bildungstreik müsse weitergehen.











