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12. Februar 2012
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Räumdienst kapitulierte –  Busse kamen kaum durch

Wenig Unfälle auf verschneiten Straßen – Schneedecke wuchs auf 20 Zentimeter

Von Norbert Jonscher und Jörg Fiene

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Heftige Schneefälle haben den Verkehr in Braunschweig in der Nacht zum Sonntag teilweise zum Erliegen gebracht. Straßen und Plätze versanken in kurzer Zeit unter einer hohen Neuschneedecke.

Gegen Mittag kapitulierte der Alba-Winterdienst, er wurde der Schneemassen nicht mehr Herr. Der Einsatzleiter rief die 60 Mann starken Räumkolonnen auf den Betriebshof zurück: Zwangspause bis zum Abend nach stundenlangem Dauereinsatz gegen den unablässig herabfallenden Schnee.

Bis auf 20 Zentimeter wuchs die Schneedecke an – zuletzt hatte es das im Januar 1987 gegeben, sagte Meteorologe Olaf Schulze vom Deutschen Wetterdienst. Damals wurden in Braunschweig 25 Zentimeter dichtes Weiß gemessen. Schulze geht aber davon aus, das diese Marke bis Freitag trotz nachlassender Schneefälle erreicht wird.

Die Lage sei verheerend, erklärte Alba-Winterdienstleiter Holger Horn gestern Mittag. Mit solchen Schneemassen habe man nicht gerechnet. "Es waren zwei Zentimeter angesagt, jetzt liegen wir beim Zehnfachen." Für die Mitarbeiter, die mit großem physischen Einsatz Überwege und Kreuzungen räumten, sei es frustrierend gewesen: "Man spürte keine Effizienz: Kaum war das Zeug weg, lag schon wieder neues da."

Auch das aufgebrachte Salzlauge-Gemisch habe kaum gewirkt. "Es braucht eben eine gewisse Wärme und die entsteht nur, wenn viele Autos darüber hinweg fahren. Das war aber nicht der Fall." Deshalb habe man sich gegen Mittag entschieden, das Ende des Schneefalls abzuwarten und erst dann weiterzumachen.

Der öffentliche Personennahverkehr klagte vor allem in den Außenbezirken über kaum passierbare Straßen. Die Lage sei sehr schwierig, hieß es. Die großen Gelenkbusse hätten nicht mehr fahren können. Fahrgäste mussten erhebliche Verspätungen in Kauf nehmen. Viele Haltestellen waren nicht geräumt.

In der Unfallaufnahme des städtischen Klinikums meldeten sich Menschen mit Knochenbrüchen. "Es ist jede Menge passiert", erklärte Unfallarzt Dr. Götz Cavalla.

Dagegen hatten sich die Autofahrer auf die erschwerten Bedingungen gut eingestellt. Nicht einmal eine Handvoll Unfälle meldete die Einsatzleitstelle der Polizei gestern. "Nur Blechschäden, alles glimpflich ausgegangen", sagte ein Sprecher.

Die größte wetterbedingte Herausforderung für die Feuerwehr war ein Rodelunfall auf dem Nußberg. Eine 26-Jährige hatte sich den Fuß eingeklemmt. Um ihr den Transport über den verschneiten Berg zum Rettungswagen so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, setzen die Feuerwehrkräfte eine sogenannte stabile Schleifkorbtrage ein – wie sie Retter im Hochgebirge benutzen.

Montag, 04.01.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11501948/menuid/2048
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