Protest der Flughafen-Gegner wieder ohne Erfolg
Kein Baustopp verhängt Baumfällen geht weiter
Trotz aller Proteste wird die Lichtung im Querumer Forst immer größer. Die Versuche von Bürgerinitiativen, das Fällen von Bäumen zur Verlängerung der Flughafen-Landebahn noch zu verhindern, scheinen gescheitert.
Zu Beginn der Woche hatte die Bürgerinitiative Hondelage-Dibbesdorf die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aufgefordert, einen Baustopp im Querumer Forst zu verhängen. Begründung: Auflagen zu sogenannten Ausgleichsmaßnahmen aus dem Planfeststellungsbeschluss würden von der Flughafengesellschaft nicht umgesetzt. Wichtige Verträge fehlten.
Landesbehörde kann keinen Verstoß erkennen
Die Behörde hält in einer Mitteilung entgegen: "Die Argumentation der Bürgerinitiative können wir nicht nachvollziehen. Die getroffene Auflage verlangt zwar die Schaffung vertraglicher Vereinbarungen, jedoch nicht, dass dies vor dem Beginn der Baumfällungsarbeiten geschehen muss."
Auch das Drängen der Bürgerinitiative Baumschutz auf einen Baustopp ist gescheitert. Sie hatte das Errichten eines Bauzauns im Querumer Forst verlangt. Das ist offenbar unnötig, denn im Querumer Forst wird nicht gerodet. Das reine Baumfällen verlangt nicht das Errichten eines Bauzauns.
Die Flughafen-Braunschweig-Wolfsburg-GmbH, so eine Mitteilung, sei seit dem 6. Januar Besitzerin der Flächen im Querumer Forst, die für den Flughafenausbau benötigt werden. Die Bürgerinitiative kündigte an, den Erbbauvertrag der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz einsehen zu wollen. Sie will auch nachprüfen, ob die Landverpachtung zur Verlängerung der Landebahn in Einklang mit der Satzung der Stiftung steht.
Treffen am "Runden Tisch" blieb ohne Ergebnis
Auch der "Runde Tisch", den Landesbischof Friedrich Weber moderierte, sorgte nicht für eine Veränderung der Positionen. Sowohl Vertreter von Flughafengesellschaft und VW als auch Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf Schnellecke und Braunschweigs Stadtoberhaupt Gert Hoffmann hatten abgesagt.













