Bau des Golf-Hotels soll verhindert werden
120 Mascheroder bei der Sitzung der Bürgerinitiative Golfplatz-Initiator wirbt für Kompromiss-Bereitschaft
MASCHERODE. Die Bürgeriniative hatte eingeladen, um die Argumente gegen eine Golf-Anlage in Mascherode zusammenzutragen. 120 Bürger füllten den Saal restlos. Einige fanden nur einen Stehplatz. Auch Jan Schnoor, Vertreter des Golfplatz-Initiators, der um Teilnahme-Erlaubnis gebeten hatte.
Schnoor appellierte an die Zuhörer, Kompromiss-Bereitschaft walten zu lassen, und versicherte, dass eventuelle Defizite oder Unklarheiten in den Gutachten ausgeräumt würden. Alle Fragen verdienten eine Antwort.
Gehör fanden seine Worte freilich nicht. Es gehe darum, Mascherode, die "Heimat", vor einer Golf-Anlage zu bewahren. Braunschweigs fruchtbarster Ackerboden dürfe nicht in eine "Spielwiese" verwandelt werden. So die Antwort der Gegner.
Denn ungeachtet auch der Versicherung des Oberbürgermeisters, das Golf-Projekt fallen gelassen zu haben und nicht weiterverfolgen zu wollen, will sich die Bürgerinitiative darauf nicht verlassen. Es wird auf den Umstand verwiesen: Sollte der Zweckverband das Vorhaben für raumverträglich erklären, hätte diese Erklärung Bestand bis ins Jahr 2015. Die Amtszeit des Oberbürgermeisters ende jedoch 2014. Niemand wisse, wie es dann weitergehe.
Und so wurden in Kurzvorträgen und auf Handzetteln Argumente vorgestellt, die den Zweckverband davon überzeugen sollen, die Golf-Anlage in Mascherode abzulehnen.
Das wohl stärkste Argument: Die geplante Misch-Nutzung des Gebiets mit Golf, Erholung und Landwirtschaft sei undurchführbar. Der geplante Golfplatz werde dafür sorgen, dass sich der bislang geordnete Raum der Mascheroder Feldmark in einen "Flickenteppich" mit unterschiedlichen Nutzungsarten verwandelt. Dies könne nicht Ergebnis eines Raumordnungsverfahrens sein.
Angegangen werden soll auch ein weiterer Eckpfeiler der Planung: das Golf-Hotel. Nach Berechnungen der Gegner werde es mit zirka 120 Metern Länge und 15 Metern Höhe etwa die Baumasse des Braunschweiger Mövenpick-Hotels haben. Egal, hieß es, in welchem Stil man das Gebäude auch errichten wolle, es werde sich nicht verstecken lassen. Und da das Hotel am Ortsrand geplant sei, werde es Mascherodes Ortsbild auf nicht hinnehmbare Weise dominieren und sei damit abzulehnen.













