Propst Hofer gibt Startbahn-Gegnerin kein Rederecht
Interner Pfarrkonvent wurde unterbrochen
Spontan wollte Bibs-Ratsfrau und Anti-Startbahn-Aktivistin Heiderose Wanzelius vor dem evangelischen Pfarrkonvent zur Flughafenerweiterung reden. Propst Thomas Hofer ließ das aber nicht zu, unterbrach stattdessen die interne Dienstbesprechung.
Schon vor dem Beginn der Sitzung waren den Geistlichen ein Mann und eine Frau aufgefallen. Als sie angesprochen wurden, erklärten sie, dass sie gekommen seien, weil Heiderose Wanzelius zur geplanten Flughafenerweiterung sprechen werde. Kurz nach Beginn der Konferenz sei die Kommunalpolitikerin tatsächlich in die Sitzung geplatzt und habe ihre Sicht der Dinge den Pfarrerinnen und Pfarrern der evangelisch-lutherischen Propstei Braunschweig erläutern wollen.
Doch Propst Hofer unterbrach die Arbeitskonferenz. "Ich lasse Störungen interner Dienstbesprechungen nicht zu. Weder von links, noch von rechts oder von oben oder von unten", begründete Propst Hofer gestern auf Anfrage. Während der Unterbrechung habe es bei einer Tasse Kaffee einen Austausch mit Heiderose Wanzelius gegeben.
Der Januar-Konvent in der Dankeskirche habe das Thema Flughafen-Ausbau dann außerplanmäßig und eben aus gegebenen Anlass unter dem Punkt Verschiedenes behandelt.
Die evangelisch-lutherische Propstei Braunschweig habe sich dabei nicht auf eine einheitliche Position zur Verlängerung der Startbahn des Forschungsflughafens einigen können, teilte Propst Hofer mit. "Die Debatte war sehr bunt und protestantisch", meinte er.
Die Gemeinde Waggum, die sich gegen die Erweiterung des Flughafens nach Osten stemmt und die aus Protest täglich die Kirchenglocken läuten lässt, gehört nicht zur Propstei Braunschweig, sondern wie zum Beispiel auch Volkmarode zur Propstei Königslutter. Zur Propstei Braunschweig zählen 32 Kirchengemeinden des Stadtgebiets.













