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14. Februar 2012
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Am häufigsten kracht’s am Rudolfplatz

Polizei veröffentlicht Verkehrsunfallstatistik – Senioren, Kinder und Radfahrer sind die Risikogruppen

Von Marc Rotermund

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Vorsicht am Rudolfplatz! Dort ereigneten sich im vergangenen Jahr 31 Unfälle – mehr waren es nirgends im gesamten Stadtgebiet.

Das geht aus der Unfallstatistik 2009 hervor, die die Polizeiinspektion gestern veröffentlicht hat. Häufig Karambolagen gibt es außer an der Kreuzung im westlichen Ringgebiet an der ebenfalls im Westen gelegenen Abzweigung Celler Straße/Neustadtring und am östlichen Ring an der Kreuzung Hagenring/Jasperallee/Altewiekring mit je 27 Zusammenstößen.

"Das sind alles Verkehrsknotenpunkte in einer Großstadt. Die komplexe Situation birgt Gefahren", erklärt Polizeisprecher Wolfgang Klages. Oft komme es zu Auffahrunfällen, zu Zusammenstößen beim Wechsel der Fahrstreifen und zu Fehlern beim Abbiegen. Eine Häufung gleichgelagerter Unfälle sei aber nicht zu erkennen. Dann würde auch eine Kommission einschreiten und Verbesserungen empfehlen wie das Aufbringen eines neuen Straßenbelags oder ein Tempolimit.

8259 Verkehrsunfälle, sechs Tote

Das Fazit der Polizei für das vergangene Jahr fällt durchwachsen aus. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist um 223 auf 8259 gestiegen, liegt aber laut Klages weiter unter dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre von 8521. Sechs Menschen wurden bei Unfällen getötet. 2008 waren es acht gewesen.

Anders als in den meisten Städten und Kreisen unseres Regierungsbezirks sind junge Fahrer in Braunschweig keine Risikogruppe. Unter den sechs Unfall-Toten befinden sich vielmehr vier Senioren. "Sie sind im Straßenverkehr besonders gefährdet", sagt Hauptkommissarin Ines Fricke, zuständig für Verkehrssicherheitsberatung.

Sie nennt weitere erschreckende Zahlen: 146 Senioren wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen verletzt, 44 davon schwer, das heißt, sie mussten stationär behandelt werden. Auffällig: Ein Großteil der über 65-Jährigen zog sich Blessuren beim Fahrradfahren zu.

Auch deshalb sind Fahrradfahrer nach Einschätzung der Polizei eine weitere Risikogruppe. Drei Radler starben im vergangenen Jahr an den Folgen eines Zusammenstoßes oder Sturzes, 671 verletzten sich. "Außerdem bleibt festzuhalten, dass es sich bei jedem dritten schwer verletzten Verkehrsteilnehmer um einen Radfahrer handelt", sagt Fricke: "Es gibt zwar keine Helmpflicht. Wir empfehlen aber, einen zu tragen." Denn 80 Prozent aller Gestürzten würden sich Blessuren am Kopf zuziehen.

Hauptunfallursache bei Fahrradfahrern ist die Benutzung der falschen Straßenseite. Auch darauf macht die Hauptkommissarin aufmerksam, wenn sie in Senioren-Einrichtungen unterwegs ist und auch in Schulen. Die Präventionsarbeit mit den Jüngsten über rund zwei Jahrzehnte hat sich ihrer Meinung nach ausgezahlt. 76 Kinder wurden im Straßenverkehr verletzt, 13 von ihnen auf dem Weg zur Schule – ein deutlicher Rückgang gegenüber 2008.

Was die Polizei erschreckt: 16 Kinder zogen sich Blessuren als Mitfahrer zu, weil sie nicht oder nicht richtig gesichert waren durch Gurte und in Sitzen. Polizeisprecher Klages: "Da liegt die Verantwortung eindeutig bei den Eltern."

Donnerstag, 11.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11898306/menuid/2048
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