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14. Februar 2012
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Auf Braunschweigs Straßen fahren immer mehr Volltrunkene

Durchschnitts-Promillewert der Alkoholsünder liegt bei 1,8 – Ein Mann wies nachmittags gar 3,1 Promille auf

Von Marc Rotermund

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Immer mehr Volltrunkene sind im Auto durch Braunschweig unterwegs. Das hat die Polizei festgestellt. Sie kündigt starke Kontrollen zu jeder Tages- und Nachtzeit an.

"Die hohen Promillewerte vieler Fahrer sind erschreckend", sagt Sprecher Wolfgang Klages und betont: "Der Durchschnitts-Promillewert der Ertappten steigt seit Jahren." Zuletzt lag er bei knapp 1,8. Der Spitzenwert der entnommenen Blutproben des vergangenen Jahres beträgt 3,1 Promille – festgestellt an einem Sommer-Nachmittag bei einem Mann in Veltenhof.

Bei bereits 1,6 Promille wird eine MPU angeordnet – eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung zur Klärung der Frage, ob jemand charakterlich geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Bei 1,1 Promille gilt man in der Rechtsprechung als absolut fahruntüchtig und hat eine Straftat begangen.

Im vergangenen Jahr erwischte die Polizei 370 und damit zwölf Autofahrer mehr als in 2008, die zum Teil viel zu tief ins Glas geschaut hatten. Von den 370 betrunkenen Fahrzeugführern verursachten 142, also mehr als ein Drittel, einen Unfall.

"Da hängen Schicksale ganzer Familien dran", sagt Hauptkommissarin Ines Fricke, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei. Sie spricht von "tickenden Zeitbomben", wenn sie über die Volltrunkenen redet, die mit Fahrzeugen durch Braunschweig kurven. Polizeisprecher Wolfgang Klages ergänzt: "Diese Leute sind zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs. Wir erwischen auch vormittags Fahrer mit einem Blutalkoholwert von 1,5 Promille und mehr." Zum Beispiel den Mann, den eine Streife gestern Morgen im östlichen Ringgebiet stoppte – mit 2,12 Promille.

Während die Zahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss nach vielen Jahren wieder zugenommen hat, ist die Zahl der Fahrten unter dem Einfluss illegaler Drogen gesunken. Bei rund 1900 Kontrollen ermittelten die Beamten 167 berauschte Fahrer. In 2008 waren es 80 mehr gewesen.

"Gefruchtet haben die vielen Kontrollen und die Aufklärungsarbeit an den Schulen", meint Verkehrssicherheitsberaterin Fricke. Die Beamten hätten den jungen Leuten verdeutlicht, was illegale Drogen wie Marihuana, Haschisch, Kokain und Ecstasy bewirken, wie lange sie im Körper bleiben und gleichzeitig auch, was der Verlust des Führerscheins bedeutet – vor allem den Verlust von Freiheit und Mobilität.

Außerdem zahle sich aus, dass immer mehr Polizisten ausgebildet sind im Erkennen von Auto- und auch Fahrradfahrern, die unter Drogen stehen. Kriminaldirektor Walter Kirchhoff, Einsatzleiter der Polizeiinspektion, betont: " Alkohol- und Drogenkontrollen bleiben Schwerpunkte in der Verkehrsüberwachung. Die Zahlen zeigen, dass das absolut notwendig ist."

Freitag, 12.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11904182/menuid/2048
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