Am John-F.-Kennedy-Platz soll grundlegend aufgeräumt werden
Mit dem Umbau für die Regio-Bahn will Stadtbaurat Zwafelink eine bedeutende Aufwertung des Stadtraums
Er gilt als einer der hässlichsten Plätze Braunschweigs. Der John-F.-Kennedy-Platz, früher Augustplatz, ist Opfer des automobilgerechten Zeitgeists der 1960er Jahre. Heute wird er als städtebauliche Sünde bewertet, aber die Stadt hat Pläne zur Aufwertung.
"Im Zuge der Umbauten für die Regiobahn besteht die Chance, einer mittelfristig grundlegenden Umgestaltung", erklärten gestern Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink und Wilhelm Eckermann vom Fachbereich Gebäudemanagement. Beide erläuterten unserer Zeitung ihre Pläne.
Die Kritik am Platz ist vielschichtig: zu groß, zu unübersichtlich, zu viel Asphalt, zu wenig Grün, zu wenig Kontur, schlicht keine schöne Pforte, um aus Süden kommend nach Braunschweig hineinzufahren.
Einiges ist schon im Plan für die Regiobahn vorgesehen. Baubeginn soll 2012 sein. Der Kreisverkehr weicht einer Kreuzung. Die Straßen werden verschmälert, etwa durch einen bepflanzten Mittelstreifen auf der Kurt-Schumacher-Straße bis zum Hauptbahnhof.
Neu sollen zwei markante Gebäude geplant werden, die Vorkriegsbebauung aufgreifen. Sie sollen das bisherige Ausfransen der Stadt verhindern. Früher stand etwa von der Wolfenbütteler Straße kommend ein Palais, das städtebaulich Halt gab. Über die Gestaltung von Tor- und Alleehaus soll ein Wettbewerb entscheiden. Investoren sollen bauen. Ziel ist eine Fertigstellung 2015.
Stadtbaurat Zwafelink und Eckermann setzen aber verstärkt auch auf das Aufgreifen historischer Wegebeziehungen und Sichtachsen. Erreicht wird das gerade auch mit alleeartigen Bepflanzungen. Diese Arbeiten könnten gemeinsam mit denen für die Regio-Bahn beginnen.
Die Fläche des Kennedy-Platzes wird in den neuen Plänen fast halbiert. 8700 der zur Zeit 20 000 Quadratmeter werden für Bebauung und Grünflächen genutzt. Das große Aufräumen soll nach ersten Berechnungen insgesamt 15 Millionen Euro kosten.
Bislang wurden die Pläne im Bezirksrat Innenstadt und im Planungs- und Umweltausschuss des Rates vorgelegt. Im Bezirksrat gab es breite Ablehnung, im Planungsausschuss breite Zustimmung. Am Dienstag fällt die Entscheidung im Verwaltungsausschuss.













