Vier Stolpersteine erinnern an jüdische Arztfamilie
Nibelungen-Realschüler schicken Video in die USA
Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes haben gestern in der Schleinitz- und in der Hildebrandstraße Stolpersteine verlegt, die an das Schicksal der jüdischen Arztfamilie Meyer erinnern.
In die Steine sind die Namen von Dr. Heinz Meyer, seiner Frau und seiner beiden Kinder graviert. Am letzten frei gewählten Wohnort der Familie, vor dem Haus Schleinitzstraße 1, wurden die Steine verlegt, ein weiterer an der Hildebrandstraße 44, wo sich die Praxis befand.
Wie berichtet, hatten Schüler des Wahlpflichtkurses Geschichte der Nibelungen-Realschule das Schicksal der von den Nazis vertriebenen Familie Meyer in verschiedenen Archiven recherchiert und dokumentiert. Die Familie lebt heute in den USA.
Der Freundeskreis der Nibelungen-Realschule hatte die Patenschaft für einen Stein übernommen. Die Schüler gaben gestern einen Überblick über die Biografie der Familie Meyer. Es wurden Rosen auf die Steine gelegt.
Die Schule steht noch im regen E-Mail-Verkehr mit dem Arzt, der auch zunächst zur Verlegung der Steine nach Deutschland kommen wollte. Aus gesundheitlichen Gründen, er ist inzwischen 86 Jahre alt, musste er jedoch absagen. Die Schüler drehten deshalb gestern ein Video und schickten es nach Amerika.













