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12. Februar 2012
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Betrüger hoben in Peru, Südafrika und Kenia mindestens 150 000 Euro ab

In großem Stil Kunden-Daten an Geldautomaten ausgespäht – Bis jetzt 133 Braunschweiger betroffen

Von Marc Rotermund

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Böse Überraschung für mindestens 133 Braunschweiger Bankkunden: Als sie in den vergangenen Tagen ihre Kontoauszüge prüften, stellten sie erschrocken fest: Unbekannte haben von ihrem Konto bis zu 9000 Euro abgehoben. Gesamtschaden: mindestens 150 000 Euro.

Betroffen sind nach Angaben von Polizeisprecher Joachim Grande besonders Bürger, die Anfang vergangener Woche in der Filiale der Deutschen Bank an der Celler Straße Geld holten. Diese Filiale war laut Grande bereits im März Opfer eines so genannten Skimming-Angriffs geworden mit 22 Fällen und 36 000 Euro Schaden. "Es hätte damals wie heute aber auch jede andere Bank treffen können", sagt der Polizeisprecher.

Vermutlich am Montag vergangener Woche montierten die Täter auf einem Geldautomaten einen Aufsatz am Bedienfeld und am Kartenschlitz. So gelang es ihnen, die auf den EC-Karten gespeicherten Daten zu kopieren.

Diese Daten allein hätten den Betrügern nicht viel gebracht. Mit Hilfe einer Kamera schafften sie es aber auch noch, an die Geheimzahl zu kommen, die Kunden beim Geldabholen eintippten.

Die Kameras verstecken die Täter meist in einem Rauchmelder über dem Automaten oder auch in einer Uhr, die in der Nähe hängt. Wo genau sich die Kamera in den Räumen an der Celler Straße befand, ist nach Polizei-Angaben unklar. Sie geht davon aus, dass eine weltweit agierende Bande für die mindestens 133 Fälle in Braunschweig verantwortlich ist.

Nach dem Ausspähen leiteten die Verbrecher ihre Daten offenbar ins Ausland weiter. Dort zogen Komplizen die von den EC-Karten kopierten Informationen auf Magnetstreifen ganz normaler Kundenkarten von Bau- oder Supermärkten zum Beispiel. Die Gelder der Braunschweiger hoben sie dann in Bulgarien, Italien, Rumänien, Kenia, Peru und Südafrika mit Hilfe der Geheimzahlen ab.

"Sie räumen die Konten immer komplett leer, bis nichts mehr geht", sagt Polizeisprecher Grande. Den Gesamtschaden beziffert er auf mindestens 150 000 Euro.

Bekommen die Geschädigten ihr Geld zurück? Grande: "Die meisten Geldinstitute regulieren noch, wenn keine Schuld der Kunden festzustellen ist."

Der Polizeisprecher rät allen Bürgern, beim Eintippen am Geldautomaten die Geheimzahl immer zu verdecken. Die Aufsätze am Bedienfeld und am Kartenschlitz seien für Laien leider nur sehr schwer zu bemerken.

Mittwoch, 09.06.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12370305/menuid/2048
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