Zusätzliches Fledermaus-Gutachten
Stadtverwaltung: Weitere Untersuchungen durch Experten auf dem geplanten Supermarkt-Gelände in Waggum
WAGGUM. Die Stadt Braunschweig tritt Gerüchten entgegen, für den geplanten Supermarkt in Waggum werde seitens der Verwaltung wissentlich gegen den Rat von Gutachtern gehandelt.
Es geht um ein Gutachten zum Vorkommen von Fledermäusen an der Bienroder Straße. Anfang Juni hatten Experten der Stadtverwaltung geraten, mit Abriss-Arbeiten von Altgebäuden auf dem Supermarkt-Gelände bis Oktober zu warten. Es sei nicht auszuschließen, dass sich Fledermaus-Jungtiere in den Gebäuden befinden. Gleichwohl wurden die Gebäude abgerissen.
Seitens der Stadtverwaltung hieß es, man habe sich genau an die Empfehlungen des Gutachtens gehalten. Darum habe der Investor, wie auch von den Experten im Gutachten geraten, Ende Juni Fledermaus-Detektoren eingesetzt. Mit diesen Detektoren können nächtliche Flüge von Fledermäusen nachgewiesen und überprüft werden, ob Fledermäuse aktuell ihr Quartier auf dem Gelände haben.
Am 7. Juli, so die Stadtverwaltung auf Anfrage weiter, hätten die Experten in einem weiteren Gutachten festgehalten: "Im oben angegebenen Zeitraum konnten keine Aus- und Einflüge von Fledermäusen beobachtet werden." Des Eeiteren sei in den Morgenstunden keine Schwarmaktivität festgestellt worden. Das Gelände sei gelegentlich von verschiedenen Fledermausarten überflogen oder kurzzeitig als Jagdgebiet genutzt worden.
Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen: "Es ist davon auszugehen, dass die Gebäude momentan nicht als Sommerquartier und/oder Wochenstube genutzt werden." Da das Gelände von Fledermäusen als Jagdrevier genutzt werde, habe die Stadtverwaltung dem Investor empfohlen, Fledermauskästen zu installieren.













