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13. Februar 2012
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Ganzkörpertraining im Dreivierteltakt

BZ-Leser können sich drei Monate lang von Aroha-Trainer Richard Höhfeld fit machen lassen

Von Ann Claire Richter

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Ach, was war das für ein Boom, als Jane Fonda Anfang der 80er Jahre Aerobic als ihr Gymnastikprinzip vermarktete: Alle Welt zwängte sich plötzlich in hautenge Trikots, und allerorten vergossen die Fitness-Fans ihren Schweiß im Hollywood-Stil.

Viel hat sich inzwischen getan auf dem Körperertüchtigungs-Markt. Immer wieder kommen und gehen neue Fitness-Angebote – und manche bleiben auch. Ob Pilates oder Yoga, Tai Chi oder Tae Bo, oft lassen sich die Fitmacher bei ihren Ideen zur Bewegung inspirieren von fremden, meist fernöstlichen Kulturen.

So auch der Berliner Sportwissenschaftler Bernhard Jakszt, der aus dem neuseeländischen Kriegstanz Haka und Versatzstücken des asiatischen Kung Fu ein Gesundheitsprogramm im Dreiviertel-Takt zusammensetzte: Aroha.

"Frei übersetzt aus der Maori-Sprache heißt das Liebe", erklärt Richard Höhfeld, Aroha-Trainer beim Braunschweiger Tanz-Sport-Club. Das Ziel der Übungen: "Wohlfühlen und Spaß haben", meint Höhfeld lachend. "Dieser Sport ist unkompliziert, kommt ohne Sprünge und Gewichte aus, ist für Menschen zwischen 8 und 80 gedacht und so anstrengend wie man selbst es möchte." Erforderliche Vorkenntnis: keine. Trainingszustand: egal. "Selbst Sportanfänger kommen prima klar", betont der Trainer.

Das Unkomplizierte an Aroha ist vor allem die Bildsprache, mit der die Übungen beschrieben werden. "Ich sage eben nicht an, dass die Teilnehmer ihre Arme diagonal von oben rechts nach unten links bewegen sollen, sondern rufe ihnen zu: Paddeln! Wir paddeln! Und wenn dann noch etwas stärker gepaddelt werden soll, dann male ich ihnen aus, wie ihnen ein Gewitter im Nacken sitzt." Oder der imaginäre Medizinball. Der muss mit den Händen gegen großen Widerstand zusammengequetscht werden. Das stählt die Muskeln auch ohne echten Ball.

Aroha wechselt ständig zwischen spannungsvollen und entspannenden Momenten. Ein Grundelement: das imaginäre Hinsetzen. "Es ist ein effektives Ganzkörpertraining mit vielen Kniebeugen, ohne dass sie dem Teilnehmer bewusst werden", meint Höhfeld. Seine Kursteilnehmer seien am Ende immer ordentlich ausgepowert, wunderten sich aber, dass die Stunde schon zu Ende sei.

Aroha-Liebhaber können jede Menge Argumente aufzählen für ihren Sport:

festigt Gesäß, Oberschenkel, Bauch und führt zu innerer Ausgeglichenheit,

optimaler Gelenk schonender Fett- und Kalorienkiller,

geeignet auch für Menschen mit leichten Gelenk- und Rückenbeschwerden,

verbessert das Körpergefühl, die Balance und die Muskelflexibilität, optimiert das Koordinationsvermögen und löst Muskelverspannungen,

sorgt für Stressabbau, Entspannung und Mobilität.

Die Musik zu den Übungen ist eigens für Aroha komponiert – im Dreivierteltakt. Dafür musste Höhfeld auch den Übungsleiterschein machen. "Ohne Lizenz kommt man nämlich nicht an die Musik heran."

Samstag, 11.09.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12907096/menuid/2048
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