Die Ärzte: Dankeschön an die eingefleischten Fans
Kult-Punkband trat unter falschem Namen im Jolly auf
Aus Würzburg waren sie angereist, aus Hamburg, Berlin und Paderborn. Ihr Ziel: Das Jolly Joker in Braunschweig. 1800 Fans kamen, um am Montagabend "Nackt unter Kannibalen" zu sehen. Und kein Einziger war überrascht, als statt einer zweitklassigen wie angekündigt italienischen Band Farin Urlaub, Bela
"Mir hatte eine Freundin davon erzählt, die über einen Fanclub von dem geheimen Konzert erfahren hatte", erzählt Florian Schröder aus Hamburg. Mit etwas Glück hatte der 21-Jährige noch eine Karte ergattert. Denn trotz strengster Geheimhaltung war die Veranstaltung innerhalb weniger Tage ausverkauft. Schröder hält das Club-Konzert für "ein Dankeschön der Ärzte an ihre treusten Fans". Zu denen zählt sich auch Florian Walkling (16) aus Hameln. Er meint: "Ein Konzert in so kleinem Rahmen ist etwas ganz Besonderes. Da kommen hauptsächlich eingefleischte Fans hin, und es wird richtig Party gemacht."
Fast drei Stunden dauerte das Konzert, "in der Mitte ein Riesenpulk pogender Punker", erzählt Schröder später. Und Jens Müller von der Konzertagentur Undercover ist erleichtert: "Zum Glück hatten wir keine Verletzten. Die Leute sind absolut ausgeflippt." Viele PunkSongs aus den 80er-Jahren ließen Die Ärzte hören, verulkten mit eigenen Interpretationen die Volksmusik ebenso wie die Hardrocker ACDC. Etliche Zugaben mussten sie geben, "selbst als die Monitore abgebaut waren, beruhigten sich die Fans nicht", sagt Schröder. So kam selbst die berühmte "Fette Elke" noch zu Gehör, obwohl Die Ärzte "auf ClubTour eher die unbekannteren Lieder spielen", wie die Braunschweigerin Tanja Lich (19) weiß. "Nackt unter Kannibalen hatte den Charakter eines lustigen Abends unter Freunden", fasst Eventmanager Jens Müller schließlich zusammen.
Ein Trost für alle, die den Auftritt verpasst haben: Am 16.













