Echter Straßenfeger
Kaum Autos fuhren, König Fußball regiert beim Tennis
Fast ausgestorbene Straßen in Braunschweig: Deutschland Holland war ein echter Straßenfeger. "Es fährt kein Auto", berichtete Lothar Bese vom Lagedienst der Polizei. Klar, auch da wurde Fußball-EM geguckt. So wie in vielen Braunschweiger Kneipen. "Tolle Stimmung", frohlockte Wolfgang "Elvis" Haberkamm von der Gaststätte "Zu den vier Linden". "Eigentlich sind wir ja eine Kommunikationskneipe. Aber bei diesem Fußball-Hit muss der Fernseher sein", bereute er den Stilbruch nicht.
Fußball als geselliges Gemeinschaftserlebnis ist in Braunschweigs Fußball-Kneipe "Zum gemütlichen Conny" seit 44 Jahren Standard. "Unsere Gäste sind Experten. Da wird während des Spiels nicht viel geredet", meinte Wirt Helmut Eckleben. Der Torjubel bei Frings Freistoß sei aber "einmalig" gewesen.
Selbst beim Tennisturnier im Bürgerpark übernahm "König Fußball" das Regiment. Etwa 1000 Besucher der so genannten Players Night drängten sich nicht nur um die große Leinwand, wegen des Wetters vorsorglich in einem Zelt untergebracht, sondern auch vor diversen kleinen TV-Geräten an den anderen Ständen. Jeder auch noch so kleine Blick war begehrt. Trotz des späten Ausgleichs wurde überall bis in die Nacht der starke Auftritt der deutschen Elf gefeiert. rm













