Querumer Feuerteufel verängstigt Anwohner
Unbekannter steckt bisher elf Container in Brand
Die Polizei in Querum jagt einen Feuerteufel. Der Brandstifter zündet in der Umgebung der Dibbesdorfer Straße fast täglich Papiercontainer an. "Innerhalb der vergangenen zwei Wochen brannten in diesem Bereich bereits elf Wertstoffbehälter", berichtet Brandoberamtsrat Karl-Heinz Steinbach von der Berufsfeuerwehr. Bisher letzter Fall: Gestern am frühen Abend loderten Flammen aus dem Container Moorkamp/Ecke Dibbesdorfer Straße.
Zum ersten Mal stand drei Tage nach Heiligabend am Moorkamp ein Container in Flammen. Anwohner alarmierten die Feuerwehr. Die Männer löschten das Feuer innerhalb weniger Minuten.
Von jetzt an ging es Schlag auf Schlag. Zahlreiche Querumer haben bereits Angst. "Es wird davon gesprochen, private Wachdienste zu gründen", sagt Andreas Kling aus der Ruhrstraße. Vor allem ältere Querumer befürchteten, dass sich der Feuerteufel nicht mehr auf Container beschränken könne, sondern sie selbst von einem Feuer eingeschlossen werden könnten.
Inzwischen zündelt der Unbekannte weiter. "Er legt sich auf keine Tageszeit fest", berichtet Brandoberamtsrat Steinbacher. Mal steht ein Container am Vormittag, mal mitten in der Nacht oder am frühen Morgen in Flammen.
Bisheriger Höhepunkt war der vergangene Sonntag, 9. Januar: An diesem Tag brannten drei Container um 2 Uhr, um kurz nach 16 Uhr und um kurz vor 20 Uhr in der Umgebung der Dibbesdorfer Straße.
Der Aufwand der Rettungsdienste ist bei jedem Alarm groß: Die Freiwillige Feuerwehr Querum und die Berufsfeuerwehr rücken aus. "Wir sind gefordert, wenn der Container in der Nähe eines Hauses steht und das Feuer übergreifen könnte", sagt der Brandoberamtsrat.
Verständnis für die Angst in Teilen der Bevölkerung hat Bezirksbürgermeister Jürgen Wendt. In diesem Zusammenhang weist er auf das 3. Kommissariat an der Querumer Straße hin. "Die Dienststelle ist nach 22 Uhr geschlossen", bedauert er. "Das ist eine erhebliche Sicherheitsbeschränkung."
Gleichzeitig weist Polizeisprecher Joachim Grande die Forderung nach einer Bürgerwehr zurück. "Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen", sagt er. Wachdienste, Hilfspolizisten und Bürgerwehren, die durch die Straßen zögen, seien nicht notwendig. Die Polizeibeamten würden für diese Aufgabe bezahlt. Man werde verstärkt Streife fahren in diesem Stadtbereich.
Dennoch bittet Grande die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit: "Wenn jeder Bürger die Augen offen hält und der Polizei von seinen Beobachtungen erzählt, genügt das schon." Hinweise unter der Rufnummer 4 76-34 15.













