Flughafen: Einigung nach drei Jahren
Finanzierung des 34,8 Millionen Euro teuren Ausbaus gesichert Ratsgremien müssen noch zustimmen
Nach langem Hin und Her haben sich die großen Anteilseigner am Forschungsflughafen Braunschweig geeinigt: Die Finanzierung des 34,8 Millionen Euro teuren Ausbaus ist gesichert.
Drei Jahre wurde um dieses Ergebnis in harten Verhandlungen gerungen. Die Lösung wurde jetzt gefunden, nachdem sich auch das Land mit eigenen Mitteln am Ausbau beteiligt. Das hatte bislang immer nur die rund 10 Millionen Euro beisteuern wollen, die es als Fördermittel der EU weiterreicht. Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche legt 4,5 Millionen aus der Landeskasse drauf.
Die Stadt Braunschweig steuert 9,9 Millionen Euro bei, Wolfsburg 5,1 Millionen Euro und Volkswagen 5,2 Millionen Euro. Teil der Vereinbarung ist die Umbenennung in "Flughafen Braunschweig-Wolfsburg", die noch in diesem Jahr erfolgen soll. Das alles, so betonen Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und sein Wolfsburger Kollege Rolf Schnellecke, wenn die jeweiligen Ratsgremien der Finanzierungsvereinbarung zugestimmt haben.
Wirtschaftsminister Walter Hirche erklärt: "Mit der Erweiterung des Flughafens setzen wir ein europaweites Signal für die Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Wirtschaft. Die Beteiligung am europäischen Galileo-Projekt wird hierdurch sicher gestellt."
Braunschweigs OB Hoffmann: "Damit bekennt sich die Landesregierung wieder einmal zur Region. Das wird unserer wirtschaftlichen Entwicklung sehr gut tun."
Wolfsburgs OB Schnellecke lobte die von regionaler Gemeinsamkeit geprägte Übereinstimmung der Verhandlungsführer. Das Ergebnis verbessere die Infrastruktur der Region insgesamt auch zum Vorteil Wolfsburgs.
Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG: "Für einen internationalen Konzern wie Volkswagen ist ein Flughafen in der Nähe des Hauptsitzes ein wichtiger Standortfaktor. Gleichzeitig stärken wir damit die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region."
Die Flughafen-Gegner nehmen die Nachricht gelassen auf. Ralf Beyer von der Bürgerinitiative Waggum: "Das ist für uns kein Grund zur Aufregung. Die EU-Förderung steht auf wackeligem Podest." Auch sei das Planfeststellungverfahren noch nicht eingeleitet.













