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12. Februar 2012
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Zu Fuß durch den größten Buchenwald des Nordens

Wer das Reitlingstal erkunden will, lernt es am besten über den Femo-Pfad kennen – Vögel brüten an den Schöppenstedter Teichen

Von Stephan Hespos

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Das Reitlingstal ist die grüne Lunge des Landkreises Wolfenbüttel. Es befindet sich östlich der Ortschaft Erkerode in der Samtgemeinde Sickte und ist eingefasst von den sanften Hügeln des Elms.

In dem schönen Tal vereinen sich Wasser, Wiesen und Weiden mit den Wäldern des größten norddeutschen Buchenwaldes. Der besondere Clou ist ein Erlebnispfad, den das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (Femo) eingerichtet hat.

Mit Auge und Ohr, mit dem Geruchs- und dem Tastsinn erlebt und erfährt der Besucher auf bequemen Wanderwegen die landschaftliche Schönheit, die Pflanzen- und Tierwelt, aber auch die geologischen Besonderheiten des östlichen Reitlingstals.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz östlich der Gaststätte "Reitling". Von dort aus verläuft der 4,5 Kilometer lange Pfad zunächst auf der Trasse eines uralten Schmugglerweges zum Quellgebiet der Wabe, wo ein kleiner Teil des Quellsumpfes, der im Volksmund seit vielen Jahrhunderten als "Hölle" bezeichnet wird, zugänglich ist.

Anschließend folgt der Pfad der Schichtstufe zwischen Unterem Muschelkalk und Oberem Buntsandstein am Ostriegel des Reitlingstals durch jungen Laubwald. Nach einigen 100 Metern Steigung ist bald die "Teufelsküche" am Rande des Herzberger Grundes erreicht, ein eindrucksvolles Erdfallgelände mit Waldquellen und einer seltenen Pflanzen- und Tierwelt. Vorbei an einem vogelkundlich interessanten Teichgebiet beim Weidehof Reitling führt der Natur-Erlebnispfad schließlich zum Ausgangspunkt zurück.

Während der Elm in erster Linie Spaziergängern und Radfahrern ideale Freizeitmöglichkeiten bietet, kommen Vogelliebhaber im nahen Schöppenstedt auf ihre Kosten. Westlich der Elmstadt befindet sich das Wasservogelreservat Schöppenstedter Teiche.

Der Naturschutzbund (Nabu) hat das ehemalige Areal der vor Jahren geschlossenen Zuckerfabrik gepachtet und in ein Refugium für Vögel verwandelt. Zwei unterschiedlich große Teiche unweit von Bansleben verfügen über Tief- und Flachwasserzonen, Schlamm- und Schilfbänke sowie üppige Ufervegetation. Die Biotope werden von diversen Vogelarten zum Brüten genutzt. Von einem Unterstand aus können die Tiere beobachtet werden. Der Nabu bietet zahlreiche Führungen an.

Freitag, 15.07.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4307464/menuid/2048
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