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11. Februar 2012
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Die "Zeitschiene" der Phantasie

Rückgrat des Projekts sind 5,5 Kilometer Ringgleis zwischen Westbahnhof und Eisenbahnmuseum

Von Harald Duin

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Die "Braunschweiger Zeitschiene" – eine Idee bahnt sich ihren Weg. 5,5 Kilometer Phantasie. Ein Projekt aus Liebe zu Braunschweig und seiner Industriegeschichte. Aber die "Zeitschiene" ist mehr als Erinnerung. Sie führt in einem Bogen (siehe Foto) in die Zukunft. Rückgrat der Idee ist das vorhandene Ringgleis zwischen Westbahnhof und dem Eisenbahnmuseum Borsigstraße.

Man erinnere sich: Ein Teil des westlichen Ringgleises ist schon demontiert. Die Fortsetzung der Demontage läge in dieser Logik. Aber kann man das Gleis nicht lassen und daneben den Fuß- und Radweg anlegen? Böten diese 5,5 Kilometer nicht die Chance der zusätzlichen Inszenierung?

Wer sind die Initiatoren? Sie kommen vom Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung und vom Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik der TU. Sie fanden schnell Verbündete im Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde und im Verein Mobilität in der Region Braunschweig.

Andere, etwa Dr. h.c. Gerd Biegel (Landesmuseum) und Professoren der Kunsthochschule sind begeistert, wollen helfen, die Idee auf den Weg zu bringen. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann wurde informiert. Seine Reaktion wird als ermutigend empfunden.

Details zum Projekt "Zeitschiene" verrieten gestern auf dem Gelände des Eisenbahnmuseums Gunnar Bosse, Jörg May, Katja Ortseifen (alle TU) sowie Wilhelm Meister vom Verein Mobilität in der Region Braunschweig. Die schönsten Ideen: Kilometersteine entlang der Strecke als Dekadensteine. 300 Meter stehen für 10 Jahre – Informationen über die Braunschweiger Industriegeschichte mit Ausblicken in die Zukunft. Dann: Die "Braunschweiger Spielschiene" – Spielgeräte für die Kleinen. Eine Möglichkeit: Ausflüge mit der Fahrrad-Draisine auf dem Gleis. Noch eine Idee: Im Jahr 2013 wird die erste deutsche Staatseisenbahn von Braunschweig nach Wolfenbüttel 175 Jahre alt. Dazu sollen sich Künstlerinnen und Künstler entlang des Gleises unter anderem mit dem Thema "Mobilität" auseinandersetzen. Aufbrechen, vorankommen als Urthema der Menschheit.

Am Wege liegt zum Beispiel die Kennelbrücke – mit dem, wie die Initiatoren sagen, "besten Echo nördlich der Alpen". Um diesen Effekt zu erleben, soll eine Treppe von der Eisenbrücke nach unten geführt werden. "Die Zeitschiene", so Gunnar Bosse, "wäre einzigartig in Deutschland."

Weitere Informationen im Internet: www.braunschweigerzeitschiene.de

Freitag, 15.07.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4307470/menuid/2048
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