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13. Februar 2012
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Weg vom Öl, hin zur Kraft der Sonne

Photovoltaik und Solarthermie: Ein Dach als Energielieferant – Größte private Anlage in Braunschweig

Von Harald Duin

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Der Neubau Juliusstraße, Ecke Luisenstraße: Ein Mehrgenerationenhaus. Bauherr ist Peter Rosenbaum. Dieser setzt jetzt in einer anderen Weise ein Zeichen. Das Süddach seines Hauses, das Anfang kommenden Jahres bezogen wird, ist ein einziges Kraftfeld. Die Idee dahinter: Weg vom Öl, das immer teurer wird.

Hier wurden erst einmal 75 Quadratmeter Modulfläche zur Stromerzeugung verlegt. Ferner ein Kollektorfeld von knapp 26 Quadratmetern zur Warmwasserbereitung mit der Möglichkeit der solaren Heizungsunterstützung. "Photovoltaik und Solarthermie als harmonische Einheit", wie der Braunschweiger Hersteller Solvis mitteilt. Es ist die bisher größte Anlage für ein Braunschweiger Privathaus.

Zur Stromerzeugung wurde teilweise die neueste Generation monokristalliner Höchstleistungszellen mit über 17 Prozent Wirkungsgrad installiert. Standard ist 12 bis 15 Prozent. Diese monokristallinen Zellen wurden bisher nur in der Automobil-Oberklasse eingesetzt – zur Klimatisierung und zur Unterstützung der Bordnetzversorgung.

Die benötigte Restenergie (Fernwärme) für den Neubau liefert BS-Energy. Das Solardach dient gleichzeitig als Verschattungselement, reduziert die Temperatur im Dachgeschoss im Sommer.

Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise werden voraussichtlich die Geschäfte von Solvis beflügeln. Wie Heinz Schmitz von der Solvis-Geschäftsführung mitteilt, freut sich das Unternehmen (140 Beschäftigte) dieses Jahr über einen Umsatzsprung von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für alle Bauwilligen, die sich für Solaranlagen interessieren: Ab Juli dieses Jahres gibt es einen höheren staatlichen Zuschuss für Solar-Kombisysteme, die neben warmem Wasser auch Wärme für die Heizung liefern. Der Zuschuss für einen Quadratmeter Kollektorfläche beträgt künftig 135 Euro statt bisher 110 Euro. Das bei einer Mindestkollektorfläche von 10 Quadratmetern bei Flachkollektoren, und von 8 Quadratmetern bei Vakuumröhrenkollektor-Anlagen. Für Solarstromanlagen bis 30 kW erhalten Betreiber im Übrigen den Fördersatz von 54,53 Cent pro kWh.

Freitag, 28.10.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4677986/menuid/2048
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