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11. Februar 2012
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Schönster Trampelpfad der Stadt

Hartz-IV-Empfänger über 50 machen Ringgleis bis zur Marienberger Straße gang- und befahrbar

Von Jörn Stachura

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Im Fördertopf des Sanierungsprogramms Soziale Stadt im Westlichen Ringgebiet herrscht chronische Ebbe. Wichtige Projekte liegen auf Eis. Doch nun kommt unerwartete Hilfe von Dritten: der Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft.

Die Argen aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel haben an einem Strang und auch das große Los in einem bundesweiten Wettbewerb gezogen: Rund 7 Millionen Euro wird der Bund überweisen, um Pläne umzusetzen, damit Langzeitarbeitslose über 50 eine Perspektive erhalten. Teil des Vorhabens: Verlängerung des Ringgleises.

Das reicht in südlicher Richtung gegenwärtig bis zur Münchenstraße. Nach Ankauf eines weiteren Teilstücks durch die Stadt Braunschweig soll es bis zur Marienberger Straße gang- und befahrbar werden.

Projektleiter Rainer Blasius betont allerdings: "Es wird keinen Ausbau geben, der vergleichbar wäre mit dem Ringgleis zwischen Oker und Münchenstraße. Es wird einzig eine Trasse geschaffen, auf der man zwar zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein kann. Den Komfort des bereits ausgebauten Stücks wird man jedoch vergeblich suchen."

Ziel des Gesamtprojektes ist es, in den nächsten 2 Jahren 600 Hartz-IV-Empfänger, die älter als 50 sind, in 1-Euro-Jobs zu vermitteln. Jeder Fünfte von ihnen soll später in Arbeit vermittelt werden. Möglichst groß soll die Zahl derer sein, die anschließend in begleitenden Projekten arbeiten.

Beim Projekt Ringgleis werden alle 6 Monate 10 Hartz-IV-Empfänger eingestellt. In einer ersten Etappe sollen sie im Jahr 2006 das Ringgleis bis zur Hugo-Luther-Straße öffnen. Im Jahr 2007 folgt das Teilstück bis zur Marienberger Straße. Wie Blasius sagte, werde demnächst mit der Auswahl der Mitarbeiter begonnen. Handwerklich-technische Fähigkeiten werden benötigt. Im Februar/März soll mit dem Rückschnitt der Bäume an der Trasse begonnen werden. Zudem sollen Teile der Schienen-Anlage, zum Beispiel Weichen oder die Stahlbrücke am Westbahnhof, gerettet werden.

Ein weiteres Projekt, das demnächst starten wird: Das Eisenbahnmuseum an der Borsigstraße soll in einen vorzeigbaren Zustand versetzt werden. Auch Museumsfahrzeuge müssen aufgearbeitet werden.

Man werde sich bemühen, so Blasius, Hartz-IV-Empfänger aus dem Umkreis zu finden. Lange Anfahrtswege sollen so vermieden werden. Die Arbeitszeit wird wöchentlich 30 Stunden betragen. Wer als Hartz-IV-Empfänger Interesse hat und älter als 50 ist, kann seinen Ansprechpartner in der Hartz-IV-Arge bitten, eine Vermittlung in das Projekt zu empfehlen.

Mittwoch, 30.11.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4792349/menuid/2048
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