Bei der Chemie-Olympiade wartet der wahre Lohn im Labor
Drei Braunschweiger Schüler unter den Landesbesten Drei Tage zu Gast bei Solvay
Der Mikrowellen-Reaktor wartet, aber ein erstes Fazit wagen Daniel Burow, Alexander Hach und Heiner Koch schon vorher: "Das sind hier doch ganz andere Möglichkeiten als an der Schule."
Die Chemie-Olympiade hat die Schüler in die Hannoveraner Labors des Pharma-Unternehmens Solvay gebracht. Die Braunschweiger waren bei dem Wettbewerb unter dem Dach der Unesco landesweit unter den Besten. Und dürfen dafür bei dem Unternehmen und Sponsor drei Tage miterleben, wie Arzneimittel entwickelt werden. "Das dauert 12 bis 15 Jahre", erklärt Heinrich Ohlendorf, Spezialist für Synthetische Chemie bei dem Unternehmen.
"Die Zahl der Schüler, die am Chemieunterricht teilnehmen, nimmt ab", sagt Studienrat Norbert Goldenstein, Niedersachsens Beauftragter für den Wettbewerb. Die Chemie-Olympiade, 1967 gegründet, will da gegensteuern. "Naturwissenschaften sind bei uns an der Schule populär, aber nur eine Schülerin hat noch an der Chemie-Olympiade teilgenommen", erzählt Alexander Hach vom Lessing-Gymnasium in Wenden.
"Spaß am Experimentieren" hat Heiner Koch von der IGS Franzsches Feld zum Chemie-Fan werden lassen. Um beim Wettbewerb so weit zu kommen, mussten die Kandidaten aber theoretische Fachfragen beantworten "ein bisschen wie bei einer Klausur", sagen die drei Jung-Chemiker. Zum Lohn für die Mühen sind die Braunschweiger nun unter anderem im Labor dabei, wenn für ein Herz-Kreislauf-Präparat geforscht wird genauer: für die Vorstufe eines Mittels. "Es wird auch unabhängig von konkreten Projekten viel geforscht", hat Daniel Burow vom HvF schnell festgestellt.
Gegenwind zum Gedanken der Chemie-Olympiade sieht Schüler Heiner Koch aber auch: "Chemiker werden immer stärker überwacht", so Koch Folge der Terror-Angst.













