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01. August 2010
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500 Kilometer unter heißer Sonne

"Friends for Life" aus Braunschweig laufen in Südafrika für in Armut lebende Straßenkinder

Von Dieter Schäfer

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Mit einer sportlichen Extrem-Leistung wollen vier Mitglieder der Gruppe "Friends für Life" aus Braunschweig afrikanischen Straßenkindern das Leben leichter machen. Die Sportler laufen 500 Kilometer weit durch die glühende Halbwüstenlandschaft Südafrikas.

Vier Mitglieder von "Friends for Life", Dr. Michael Strohmann, Torsten Bierwisch, Michael Kumpe und Dr. Frank Reintjes, starten am Montag auf dem 1200 Meter hoch gelegenen Wildpferdehoek-Pass im Nationalpark, etwa 700 Kilometer nördlich von Kapstadt. In acht Tagesetappen zwischen 55 und 75 Kilometer wollen die Braunschweiger das 500 Kilometer von Kapstadt entfernte Städtchen Wuppertal erreichen. Die Läufer sind jeden Tag sechs bis acht Stunden lang unterwegs.

Während ihres Laufs wollen die Extremsportler Geld für die Selbsthilfeorganisation "Maisibambane" in St. Helena Bay nahe Kapstadt sammeln. Die Organisation kümmert sich um Kinder und Familien, die von der Immunschwäche-Krankheit Aids betroffen sind, sowie um auf der Straße lebende heimatlose Kinder und Jugendliche.

Mit Theater-Projekten, Computeranlagen sowie Aids-Präventionsprogrammen sollen die Mädchen und Jungen von der Straße geholt werden. Etwa 80 Prozent der Bewohner eines Townships seien von der Immunschwächekrankheit betroffen, berichtet Strohmann. Auch wollen sich die Extremsportler für die Partnerschaft zwischen einer Schule in St. Helena Bay und einem Gymnasium in Vechelde einsetzen.

Die 36- bis 49-jährigen Sportler sind in der heißen, schwierig zu laufenden Halbwüstenlandschaft nicht auf sich gestellt. Mit von der Partie sind sechs südafrikanische Läufer. Darüber hinaus werden sie von dem Psychotherapeuten Markus Nöh, der Fotografin Christina Voges und sechs Hilfsfahrzeugen begleitet. Mit seinen Aktionen will "Friends for Life" auch Brücken zwischen den Kulturen schlagen.

"An den Etappenzielen erwarten uns die Bewohner des jeweiligen Dorfes", blickt Strohmann voraus. Dann kochen und brutzeln Frauen Spezialitäten des Landes für die Männer aus dem fernen Europa. Geschlafen wird in Zelten, die in den Begleitfahrzeugen verstaut sind.

"Friends for Life" ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein, in dem Extrem- und Ausdauersportler organisiert sind. Die Sportler zahlen ihren Flug nach Südafrika aus eigener Tasche und opfern einen Teil ihres Jahresurlaubs.

Am 16. April (Ostersonntag) werden sie in Braunschweig zurück erwartet. In Deutschland will "Friends for Life" weiterhin Geldspenden für arme Kinder im südlichen Afrika sammeln.

Dienstag, 28.03.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5241377/menuid/2048
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