Forum für regionale Musik
"Flava"-Team ist alle zwei Wochen freitags auf Sendung bei Radio Okerwelle
"Dass wir jetzt schon dreieinhalb Jahre auf Sendung sind, überrascht mich selber", staunt Benjamin Tacke (24). "Die Zeit verging wie im Fluge."
Tacke hatte damals die Idee zu der Hip-Hop-Radiosendung "Flava" auf Radio Okerwelle. Mit Marius Köhler und Julian Teßmann moderierte er die erste Sendung am 10. Oktober 2002. Mittlerweile hat "Flava" einen neuen Sendeplatz erhalten.
Von Donnerstag rückte "Flava" Anfang 2006 auf den Freitagabend, wodurch sich das Team neuen Schub für die Sendung erhofft. "Unser Ziel ist es, vor allem regionalen Hip-Hop-Künstlern ein Forum zu bieten." Diese können in der Sendung ihre Musik und sich selbst in Interviews vorstellen. Das Interesse regionaler Künstler, diese Plattform zu nutzen, sei allerdings zuletzt gesunken.
"Ein Grund könnte der Sendeplatz am Donnerstag gewesen sein. Viele junge Rapper sind noch nicht volljährig und dadurch natürlich nicht so mobil, uns nachts noch im Studio zu besuchen", mutmaßt Marius Köhler (21). "Vor allem dann nicht, wenn sie am nächsten Tag in die Schule oder zur Arbeit müssen."
Schließlich gehören hauptsächlich 15- bis 25-Jährige zur Zielgruppe des Hip-Hop-Magazins. Es läuft alle zwei Wochen zwischen 22.07 Uhr und 24 Uhr, das nächste Mal am Karfreitag, bei Radio Okerwelle (Frequenz 104,6 über Antenne).
Durch den neuen Sendeplatz erhoffen sich die Moderatoren nicht nur mehr Zuhörer, sondern auch wieder steigendes Interesse an regionaler Rap-Musik. Das "Flava"-Team hat künftig auch häufiger die Möglichkeit, szenebekannte Künstler zu befragen, die freitags vor ihren Auftritten in Braunschweig noch im Studio vorbei schauen.
Mehr Übertragungen
"Und wir werden mehr Live-Jams und Konzerte als bisher übertragen", freut sich Tacke. Live-Übertragungen gab es schon aus dem Jolly Joker, demnächst ist das auch aus dem B 58 möglich. "Da profitieren wir von den guten Konzerten hier", sagt Tacke und zählt Größen der Szene wie Afu Ra, Masta Ace und Kool Savas auf, die schon Bestandteil der Sendung waren.
"Nicht zu viel reden"
Seit es "Flava" gibt, haben sich auch die Moderatoren weiterentwickelt. "Man sollte im Radio nicht zu viel reden", betont Köhler. Die erste Stunde ist wortlastiger als die zweite. Dann kommen regionale Rapper und DJs zu Wort, und es werden Interviews mit Gästen von außerhalb gesendet. "Am liebsten machen wir alles live", verrät Benny Tacke.
Für Karfreitag ist ein Special zum Tod der amerikanischen Produzenten-Legende Jay Dilla angekündigt. Am 28. April wird die Braunschweiger Band Soultechniques zu Gast im Studio sein, und es gibt ein Interview mit dem Stuttgarter Rapper Franky Kubrick, der am 4. Juni auf dem Album-Release-Konzert des Braunschweigers F.R. im B58 auftritt. Weitere Infos zur Sendung gibt es auf www.flava-jam.com.













