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12. Februar 2012
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Ehepaar hilft Tieren auf Rhodos

Gabriela und Hans-Georg Dyga haben Verein gegründet – Kooperation mit Ärzten und Tierheim auf der Insel

Von Cornelia Steiner

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LEHNDORF. Vor vier Jahren hauste Toula unter einem alten Schuppen auf Rhodos. Inzwischen lebt die Katze bei Gabriela und Hans-Georg Dyga. Das Ehepaar rettete Toula vor dem Tod – und nicht nur sie, sondern viele Katzen und Hunde auf der griechischen Insel.

Angefangen hat alles mit einem Urlaub auf Rhodos im Jahr 2002. "Dort waren ganze Rudel von Hunden, die nach Futter gesucht haben und von Autos angefahren wurden. Katzen sind ausgehungert und knochendürr über die Straßen gelaufen", erzählt Gabriela Dyga. Eine dieser Katzen war Toula. Das Ehepaar beschloss, sie und ihre sechs Jungen mit nach Deutschland zu nehmen.

Hunde und Katzen streunen herrenlos herum

"Als wir wieder hier waren, dachten wir aber: Es kann doch nicht das Ziel sein, Tiere von dort wegzuholen, um sie zu schützen", sagt Hans-Georg Dyga. Also beschlossen die beiden, direkt vor Ort zu helfen. Inzwischen haben sie einen Verein gegründet und arbeiten mit dem Tierheim und den fünf Tierärzten auf Rhodos zusammen.

"Das Problem dort ist, dass die Menschen ihre Hunde und Katzen nicht kastrieren lassen, und diese sich dann wild vermehren", sagt Gabriela Dyga. Die Tiere streunen herrenlos herum, übertragen Krankheiten, verhungern oder werden vergiftet.

Operationsbestecke und Bluttests für das Tierheim

Seit dem Urlaub vor vier Jahren waren Dygas mehrmals auf der Insel und halfen im Tierheim mit. Das ist überbelegt – 300 Tiere leben dort, sogar Esel sind dabei. "Ich habe dort schon Rotz und Wasser geheult. Viele Tiere mussten wir einschläfern, weil sie zu schwach waren", erzählt Gabriele Dyga.

der Verein hat mittlerweile zwölf Mitglieder und etliche Partner. Sie schicken zum Beispiel Impfstoffe, Operationsbestecke und Bluttests an das Tierheim. Außerdem gibt es eine Vereinbarung mit den Tierärzten: Jeder von ihnen kastriert pro Monat acht Streunertiere kostenlos.

"Das ist ein Anfang. Wir müssen vor allem die Bevölkerung aufklären. Die meisten Griechen sind ja sehr tierlieb", sagt Hans-Georg Dyga. Er geht davon aus, dass der Tierschutz auf Rhodos in spätestens fünf Jahren ohne fremde Hilfe auskommt. Sein Traum: "Dann soll es dort auch eine Tierklinik geben."

KONTAKT:

Direct Animal Protection Society (DAPS) – Hilfe für Tiere in Not: Telefonnummer 37 62 22, Gabriela und Hans-Georg Dyga.

Dienstag, 23.05.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5446835/menuid/2048
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