Jelzins erste Begegnung mit seiner Nina verlief stürmisch
Der neue Tiger-Kater des Zoos Stöckheim durfte zum ersten Mal ins Freigehege
Gestern morgen um 9 Uhr war es soweit: Jelzin, der neue Tiger-Kater des Zoos Stöckheim, durfte das erste Mal zu seiner Nina ins Freigehege. Nach anfänglicher Zickerei ging es tagsüber dann harmonisch zu. Zoo-Chef Uwe Wilhelm ist sich sicher: "Das könnte was werden."
Wilhelm möchte die Hoffnungen auf Tiger-Nachwuchs nicht zu hoch hängen, aber in den nächsten zwei Jahren könne es schon klappen, versichert er. Immerhin sind gut 30 Tigerin den vergangenen 25 Jahren im Zoo Stöckheim geboren worden.
Einige Tage konnte Jelzin sich in einem separaten Käfig im Außengehege akklimatisieren und Witterung aufnehmen. Wilhelm: "Als der zweieinhalb Jahre alter Tigerkater aus dem Walterzoo in Gossau in der Schweiz zu uns kam, war er noch sehr schüchtern und aufgeregt."
Diese Aufregung zeigte sich auch gestern bei der ersten Begegnung ohne Gitter. Zoo-Ärztin Anja Blankenburg und Uwe Wilhelm beobachteten das Tiger-Paar, um notfalls eingreifen zu können. Doch nachdem sich Nina und Jelzin erst einmal angegiftet hätten, sei die Zickerei bei dem Kater in ein Schnauben übergegangen bei Tigern bedeutet das: "Ich mag dich."
Der gut 200 Kilogramm schwere Jelzin habe niedersächsische Wurzeln, sei also in seine weitere Heimat zurückgekehrt, erzählt Wilhelm. Seine Vorfahren kommen aus dem Zoo Hannover. Der sibirische Tiger ist von Aussterben bedroht. In freier Wildbahn lebten noch etwa 300 dieser stolzen Tiere, weiß Wilhelm. In Zoos seien es weltweit noch rund 2000 sibirische Tiger.













