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14. Februar 2012
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Besucherrekord: 14 000 feiern das Sommerloch-Festival

Neues Wachstum sorgt für neue Probleme: Organisatoren sehen Grenze der Ehrenamtlichkeit erreicht

Von Jörn Stachura

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Braunschweig als schrill-bunter Laufsteg für die Schwulen und Lesben der Region. Rund 14 000 Besucher machten das "Sommerloch-Festival 2007" wieder zum größten Fest seiner Art in Niedersachsen.

Fast fühlte man sich Samstag an den Karneval erinnert. So dicht standen die Zuschauer am Bohlweg, die große Parade durch die Stadt zu verfolgen. "Es wären ganz sicher noch mehr Zuschauer gekommen, wenn wir nicht ein so schlechtes Wetter gehabt hätten", ist sich Pressesprecherin Friedericke Wenner sicher.

Dennoch reihten sich in die Parade durch die Stadt nach und nach rund 1000 Tänzer und Kostümierte ein. Am Straßenrand wurde eifrig gefilmt und fotografiert. Ebenso auf dem bestens gefüllten Burgplatz, auf dessen Bühne zwar keine ausgesprochenen Stars, aber viele hell glänzende Sternchen für ausgelassene Stimmung sorgten. Besonders umjubelt: der Auftritt von Patrick Nuo. Es folgte eine lange Partynacht mit 1400 Gästen im Meier’s, ehe es am Sonntag etwas ruhiger mit Kabarett und Kleinkunst auf dem Burgplatz weiter ging.

Höchst zufrieden, hervorragende Resonanz – so lautete schließlich das Resümee der Veranstalter. Kein Geheimnis ist freilich, dass das Sommerloch-Festival die rund 55 Ehrenamtlichen bis an ihre Grenzen fordert. Es gilt schließlich, einen Etat von mehr als 50 000 Euro zu verwalten und dennoch daran festzuhalten, die Veranstaltungen ohne Eintritt anzubieten. "Das Festival wächst und wäscht, doch die Grenze der Ehrenamtlichkeit scheint nun erreicht", sagt Wenner. "Wir werden nun zu entscheiden haben, ob wir künftig professionelle Hilfe zukaufen müssen."

Wie das finanziert werden soll, ist noch unklar. Jean Luc Tissot, der sich um Sponsoren bemüht und zehn große Firmen der Region als weitere Werbepartner gewinnen wollte, sprach von "einer Resonanz, die bei Null lag, enttäuschend".

Eine Alternative wäre, künftig das Programm zu straffen, oder die Künstler und Techniker zu bitten, weitere Abstriche bei der Gage zu machen, "doch auch in dieser Hinsicht scheint die Grenze des Möglichen erreicht", so Wenner.

Voll des Lobes für die Veranstaltung war Stadtmarketing-Leiter Georg Lepper: "Das Sommerloch-Festival hat wieder unterstrichen, dass Brausnchweig eine weltoffene und tolerante Stadt ist."

Montag, 30.07.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7070091/menuid/2048
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