"Breakdance ist Freiheit im Stil"
Fans aus der ganzen Welt besuchen die WM
BRAUNSCHWEIG. Samstagnacht war Braunschweig die Welthauptstadt der Breakdance-Bewegung. Die Szene, B-Boys und B-Girls aus Japan, Frankreich, Italien und Deutschland, traf sich in der Löwenstadt bei der Weltmeisterschaft, um eine perfekt organisierte und inszenierte Show zu erleben.
15 Stunden Bus- und Zugfahrt hatte der Ungar Jorgi hinter sich gebracht. Die Reise hatte der 28-Jährige seit einem Jahr geplant: "Ich wollte schon immer die Weltmeisterschaft besuchen. Es ist fantastisch, wie viele Menschen hier gemeinsam feiern."
Kürzer war die Anreise für Fabian Römer. Als F.R ist er Braunschweigs bekanntester Hip Hop-Export. Der Rapper zeigte sich nach seinem ersten Battle-Besuch begeistert: "Von meinen Auftritten in Deutschland kenne ich das kaum, dass Hip-Hop-Musik und Breakdance so eng verknüpft werden, das habe ich sonst nur in Österreich oder der Schweiz erlebt."
Auf dem Hallenboden tanzte mit in einem Kreis aus Menschen Merinda aus Potsdam. Die 17-Jährige "breakt" seit 2003: "Ich habe angefangen in einer Tanzschule, aber das war mir dort alles zu geregelt. Breakdance bedeutet Freiheit im Stil", erklärt sie.
Bei der Weltmeisterschaft treten durchweg fast nur Männer in den Gruppen auf wo bleiben die Frauen? "Es ist nicht leicht für uns, von den Jungen akzeptiert zu werden. Die Asiatinnen zeigen aber, dass wir uns nicht verstecken brauchen. Das wird schon", sagt sie.
Ein großer Aufschrei der Begeisterung ging um 18.30 Uhr durchs Hallenrund, als die Moderatoren Spax und Trix auf die Bühne kamen. Alles war wie gemacht für ein großes Fest.
Einige Besucher zeigten sich jedoch nach dem Finale um Mitternacht insgesamt enttäuscht von den Gruppen, so wie Ricardo Lingo DAlessandro.
Er vermisste insbesondere spektakuläre, neue Tricks und umwerfende Choreographien wie in den Vorjahren: "Ich besuche mittlerweile seit 14 Jahren die Battle. Die Darbietungen in diesem Jahr waren vielleicht die schwächsten."













