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03. September 2010
2-Tage-Vorschau

Auf dem Weg zum 3D-Fernsehen

Braunschweiger Unternehmen forscht mit am perfekten Pantoffel-Kino

Von Jörn Stachura

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Sehen Sie hier bereits den perfekten Fernseher von Morgen? Fest steht auf jeden Fall: Was gestern bei Syn4D am Madamenweg gezeigt wurde, hat nichts mit dem zu tun, was die Kaufhäuser zeigen. Denn über die Mattscheibe flimmern dreidimensionale Bilder.

Dietmar Öhlmann vom Braunschweiger Unternehmen Syn4D und Thomas Oehmichen von Spatial View bremsen freilich ein: Wer jetzt einen Fernseher kaufen will, sollte nicht warten, bis dreidimensionale Geräte erscheinen. Oehmichen: "Das verhält sich so wie mit den neuen HDTV-Geräten: Sie stehen in fast allen Haushalten, doch 90 Prozent aller Sendungen werden nicht in HDTV ausgestrahlt." Und sonderlich optimistisch, dass in nächster Zukunft die Fernsehanstalten kräftig investieren, um ihre Sendungen in dreidimensionaler Technik aufzunehmen und auszustrahlen, ist er auch nicht.

Und dennoch: Die ganz wenigen dreidimensionalen Filme, die es auf dem Markt gibt, die kann man auf dem Bildschirm sehen – natürlich ohne die bislang obligatorische grün-rote Brille aufsetzen zu müssen.

Doch welche Anwendungen werden in Zukunft dafür sorgen, dass sich Bildschirme durchsetzen, die dreidimensionale Bilder oder Filme zeigen? An der Beantwortung dieser Frage arbeitet Öhlmann mit, der für seine vierdimensionalen Bilder von der Projektregion Braunschweig mit einem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Er meint: "Es ist ein neues Medium, dass sich erst seinen Platz suchen muss." Doch die Versuche, seine vierdimensionale Bilder nicht nur zu drucken, sondern auch auf einem Monitor zu zeigen, verliefen höchst positiv. Weitere denkbare Anwendungen: Werbung, die sich von der Konkurrenz absetzen soll; Computerspiele, die bereits vielfach einen dreidimensionalen Datensatz enthalten und schließlich der medizinische Bereich.

Denn auf dem Bildschirm lassen sich die Aufnahmen eines Kernspin-Tomographen überraschend realistisch darstellen. Was die Technik leisten kann, wird wahrscheinlich bald im Wolfsburger Phaeno zusehen sein.

Donnerstag, 31.01.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7909776/menuid/2048
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