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11. Februar 2012
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Braunschweigs Eisenbahngeschichte ab Sonntag hautnah erleben

Alte Eisenbahntrasse wird zum Freiluft-Museum – Große Feier zur Eröffnung am Ringgleis

Von Jörn Stachura

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Der Anfang ist gemacht: Nach Jahren der Vorbereitung wird Sonntag die so genannte "Zeitschiene" eröffnet. Vom alten Westbahnhof aus sollen Ringgleis-Spaziergänger die Möglichkeit haben, Stadt- und Eisenbahn-Geschichte kennen zu lernen

Eine alte Eisenbahntrasse schreibt Stadtgeschichte: Bis 1990 fuhren auf ihr noch Züge. 2001 wurde die Trasse zum sicheren Fuß- und Radweg ausgebaut. Und in diesem Jahr wird das Ringgleis sogar zum Freilicht-Museum.

Zumindest teilweise. Denn das alte Gleis, das einst die riesigen Maschinenbau-Fabriken des Westlichen Ringgebiets mit dem Eisenbahnnetz verband, ist noch längst nicht komplett in städtischer Hand. "Doch der Anfang ist gemacht", freut sich Katja Ortseifen von der Zeitschiene-Initiative, hinter der nicht nur viele private Unterstützer, Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft, sondern auch das Landesmuseum, die Stadt und Braunschweigs Hartz-IV-Arge stehen.

Zeitschiene wird bis zur Borsigstraße führen

Sie alle haben dafür gesorgt, dass ein Projekt, mit dem sich Braunschweig einst als Kulturhauptstadt bewarb, Wirklichkeit geworden ist. Ringgleis-Spaziergängern werden längst die großen Steine aufgefallen sein, die im Abstand von 300 Metern an der alten Trasse aufgestellt wurden. Sie laden ein zu einer Zeitreise. Der Beginn wird am Westbahnhof gemacht: 1838 – erste Eisenbahnfahrt zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel. 1848 – Revolution in Braunschweig. So geht es Stein für Stein weiter durch die Geschichte der Stadt und der Braunschweiger Eisenbahn. Am Rand des Ringgleises Zeitzeugnisse: alte Lademaße, Weichen-Umsteller, historische Eisenbahn-Schilder, die die Lokführer einst die Lok pfeifen oder anhalten ließen.

Alles liebevoll restauriert. Nichts steht dort zufällig. Schließlich waren dort Landschaftsarchitekten an der Arbeit. Und Arbeit gibt es noch genug: Bislang ist die Zeitschiene erst einen Kilometer lang und endet an der Arndtstraße, wird aber noch in diesem Jahr bis zum Harzstieg in der Gartenstadt verlängert. Die Stadt will bis Ende des Jahres der Bahn die Trasse bis zum Lok-Park an der Borsigstraße abkaufen.

Freitag, 11.04.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8275730/menuid/2048
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