Stadtgeschichte am Wegesrand
Erster Abschnitt der Zeitschiene wurde gestern eröffnet 600 Besucher feierten mit
Mit der Enthüllung eines ersten Dekadensteins haben gestern der Direktor des Landesmuseums, Gerd Biegel, und der Bezirksbürgermeister Westliches Ringgebiet, Dieter Oppermann, am früheren Westbahnhof die "Braunschweiger Zeitschiene" eröffnet.
"Wir wollen damit Spaziergängern und Radfahrern die Braunschweiger Stadt-, Industrie- und Eisenbahngeschichte näher bringen", erklärte Willi Meister, einer der Initiatoren dieses historischen Pfades.
Dabei werden an in der Erde verankerten Dekadensteinen jeweils Ereignisse aus zehn Jahren aufgegriffen, beginnend mit der Dekade 1938 bis 1947. "1938 fuhr die erste Staatseisenbahn von Braunschweig nach Wolfenbüttel", erklärte Meister, der dem Verein der Verkehrsfreunde angehört. Ein Datum, das natürlich auf der Informationstafel am ersten Dekadenstein nicht fehlen darf.
Die Zeitschiene folgt dem geplanten südöstlichen Verlauf des Ringgleisweges, der bis spätestens 2013 bis zum ehemaligen Rangierbahnhof an der Borsigstraße fortgesetzt werden soll. Schon jetzt ist dieser Rad- und Wanderweg für Spaziergänger und Radfahrer im westlichen Ringgebiet von der Okerbrücke am Neustadtring bis zum Westbahnhof und zur Arndtstraße nutzbar.
Früher fuhr auf diesem Ringgleisweg die Eisenbahn und vernetzte "52 Industrie-, Handels und Versorgungsbetriebe sowie 104 Lagerhallen mit dem Nordbahnhof, dem damaligen Hauptbahnhof", erinnerte Dieter Oppermann.
Dass die Zeitschiene im Verlauf des Ringgleisweges erst am Westbahnhof beginnt, hat mit der Eisenbahntradition dieses Bereichs zu tun. "Hier war früher ein Verschiebebahnhof mit 13 Gleisen", erklärte Willi Meister. In Richtung Süden wird nun alle 300 Meter ein neuer Dekadenstein stehen, der 2. und 3. Stein mit den entsprechenden Verweisen auf historische Braunschweiger Ereignisse sind bereits installiert. Noch 2008 soll der 4. Stein folgen.
600 Besucher erfreuten sich bereits gestern an dem neuen Erlebnispfad mit Fortsetzungscharakter, dazu zur Feier des Tages an Führungen, Draisinen- und Kutschfahrten. Heimatpfleger Klaus Hoffmann: "Der Ringgleisweg und die Zeitschiene werten das westliche Ringgebiet auf, das haben die Bewohner positiv zur Kenntnis genommen."
Informationen im Internet: www.braunschweigerzeitschiene.de













