Verwaltung will vierte Gesamtschule im Süden der Stadt
Plan wird noch vor der Sommerpause vorgelegt
Noch vor den Sommerferien wird der Standort für die vierte Integrierte Gesamtschule in Braunschweig feststehen. Die bisherige Hauptschule Rüningen könnte dafür in Frage kommen.
"Wir haben im Osten die IGS Franzsches Feld, im Norden die IGS Querum und im Westen die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule. Eine vierte IGS im Süden der Stadt ist sinnvoll", sagt Schuldezernent Wolfgang Laczny. Details nennt er nicht.
Ein IGS-Neubau ist ausgeschlossen. Eine der sieben Braunschweiger Hauptschulen, alle mit sinkender Nachfrage kämpfend, wird umfunktioniert werden müssen. In Rüningen gibt es derzeit nur eine fünfte Klasse.
Aktionsbündnis will eigenes Konzept entwickeln
Uwe Meier, Gründer des Aktionsbündnisses für die vierte IGS in Braunschweig, erklärt, dass der größte Bedarf an Gesamtschulplätzen trotz der IGS Franzsches Feld nach seiner Erfahrung im Östlichen Ringgebiet liege. Der Wunsch der Initiative lautet deswegen: Braunschweigs vierte IGS soll in die Mitte der Stadt.
Zum Schulausschuss am 27. Juni wird die Stadt ihre Planungen vorlegen. Laczny erklärt: "Es wird keine Beschlussvorlage sein. Wir wollen im Dialog mit Stadtelternrat, Landesschulbehörde und Schulleitungen die für Braunschweig beste Lösung suchen."
Das Aktionsbündnis wird sich eigene Gedanken machen. Für den 20. Mai ist ein Treffen in der IGS Querum geplant.
Voraussetzung für die vierte IGS in Braunschweig ist freilich nach dem Umdenken der CDU/FDP-Landesregierung durch massive Eltern-Proteste noch immer die Gesetzesänderung. Unter Ministerpräsident Christian Wulff war vor fünf Jahren quasi ein IGS-Errichtungsverbot ausgesprochen worden.
Gisela Witte, Fraktionsvorsitzende der Grünen, meint: "Ich gehe davon aus, dass zum Schuljahresbeginn 2009 in Braunschweig die vierte IGS realisiert wird. Eine Elternbefragung, wie sie die Landesregierung plant, davorzuschalten, wäre für Braunschweig angesichts der Anmeldezahlen der letzten Jahre rausgeworfenes Geld."
Der Bedarf an IGS-Plätzen überstieg stets die Kapazität der bestehenden drei Gesamtschulen. Nach den klaren Signalen aus Hannover beschloss der Rat der Stadt, die Verwaltung möge schnellstmöglich mit den Planungen beginnen.
CDU-Fraktionschef: Keine Zeit verschwendet
Noch im Dezember vergangenen Jahres hatte die Mehrheitsfraktion im Rat aus CDU und FDP einen Antrag zur vierten Gesamtschule mit der Begründung der fehlenden Rechtsgrundlage abgelehnt.
"Es ist dadurch keine Zeit verschwendet worden. Abzuwarten, wie in Hannover entschieden wird, war richtig. Wir haben entschieden, als es sonnvoll war", sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Sehrt.













