Die Sucht nach den flachen Zylindern
Internationales Motorrad-Treffen des "Valkyrie Riders Cruiser Clubs"
Mit einem kräftigen Wummern näherten sich rund 250 schwere Zweiräder im Konvoi dem Braunschweiger Burgplatz.
Was sich da scheinbar bedrohlich ankündigte, waren die "Valkyrie Riders" und nicht Thor, der Gott des Donners und Schutzpatron der verwegenen Cruiser.
Etwa 370 Motorradfahrer aus 18 Nationen eroberten für zwei Stunden das historische Herz der Löwenstadt. Pünktlich um 12 Uhr gab es dazu am Freitag auch noch den kirchlichen Segen durch die kräftig schlagenden Domglocken.
Grund dieser Zusammenkunft war die so genannte "European Inzane". Ein internationales Motorrad-Treffen, zu dem sich in regelmäßigen Abständen eine spezielle "Biker-Klientel" zusammenfindet, um ihrem chromblitzenden fahrbaren Untersatz, der Valkyrie zu Deutsch Walküre die Ehre zu erweisen.
Zwar wird die Honda F6 oder auch der "Flat Six Cruiser" nicht mehr gebaut, dennoch muss man noch immer mindestens 15 000 Euro für den kraftvollen Chopper mit satten sechs Zylindern, über 1500 Kubiklitern und 98 Pferdestärken investieren. Die Sucht nach den flachen Zylindern macht die "Walküre" zu einem Objekt der Begierde weltweit.
"Ein imposanter Anblick", staunte Friederike Harlfinger. Die Bürgermeisterin ließ es sich nicht nehmen, die Mitglieder des "Valkyrie Riders Cruiser Clubs" zu empfangen.
Das finnische Ehepaar Kari und Seija Kursula aus Rovaniemi hatte mit 2380 Kilometern die längste Anreise. Peter Lehna lobte die Walküren-Liebhaber als "einen ganz disziplinierten Haufen". Der Geschäftsführer der Brauerei Wolters hatte den Biker-Konvoi mit seiner 12-hunderter BMW zum Burgplatz begleitet.
Das dreitägige Treffen stand unter dem Motto "Biker for kids". Gerald Borchers vom "Valkyrie Riders Cruiser Club"-Deutschland freute sich, dem Verein zur Förderung körperbehinderter Kinder 1000 Euro zur Verfügung stellen zu können.













