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12. Februar 2012
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Kesseldruck und Besucherzahl stimmen

Knapp 3000 Besucher ließen sich die 11. Oldietage im Lokpark an der Borsigstraße nicht entgehen

Von Henning Thobaben

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Bereits zum elften Mal hat der Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde an beiden Wochenendtagen zu seinen Oldietagen im Lokpark Borsigstraße eingeladen.

Die Veranstaltung bot mehr, als die bloßen Fakten versprachen. Denn erstens hielt nicht nur der Schienenverkehr Einzug in den Lokpark. Auch einige vierrädrige Oldtimer dienten als Blickfang auf einer separaten Ausstellungsfläche. Und zweitens war bei den Oldietagen nicht alles alt. Neben ausrangierten und teilweise renovierten Zugwaggons und Lokomotiven fand auch ein nagelneuer Triebwagen einen Platz auf dem Gleis.

Großer Star unter den Ausstellungsstücken war jedoch die Dampflok von 1925. Auf kurzen Spazierfahrten konnten die Besucher das nostalgische Flair im Inneren genießen. "Viele Menschen haben uns gesagt, dass sie das Pfeifen total klasse fanden", sagt Verkehrsfreunde-Vorsitzender Jörg May. Nur ein Anwohner konnte mit der historischen Geräuschkulisse nichts anfangen und beschwerte sich.

Nicht so laut, aber unglaublich kraftvoll waren auch die Miniatur-Modelle, auf denen Kinder zu einer Rundfahrt Platz nehmen konnten. "Obwohl die Erwachsenen fast noch mehr davon fasziniert sind", freut sich May. 40 000 Euro kann so ein Spielzeug im Großformat kosten. Von den Besitzern der Liebhaber-Stücke werden sie gewartet wie die Originale. Selbst eine Kesseldruck-Überprüfung gehört zur Routine.

Als Einstimmung für das abendliche EM-Endspiel diente der Weltmeister-Zug von 1954, der seinen Platz zumindest für die nächsten acht Jahre im Lokpark gefunden hat.

Von den knapp 3000 Besuchern ging kaum einer an dem roten Erinnerungsstück vorbei. "Die Leute rennen uns fast die Bude ein", freute sich May am Sonntag. Ungemütliches und nasses Fritz-Walther-Wetter hatte am Tag zuvor für etwas weniger Andrang gesorgt.

Geht es nach dem Organisator, so soll der Lokpark in Zukunft eine immer größere Zielgruppe ansprechen. "Es soll eher eine Art Verkehrspark oder Technikpark werden", lässt sich May in die Planungen gucken. Durch den Einsatz von 45 Ein-Euro-Jobbern hat sich schon in den vergangenen Monaten einiges verändert. Diese pflasterten unter anderem eine Terrassenfläche vor der neu eröffneten Cafeteria. Diese ist in einem umgebauten Gepäckwagen errichtet worden.

Kaffee trinken war jedoch nichts für die Kinder. Sie tobten sich beim Draisinenrennen richtig aus und erzielten Spitzenzeiten.

Montag, 30.06.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8707148/menuid/2048
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