Erster Wettstreit der Gedanken im Haus der Wissenschaft
Schon in der Bauphase deuten Veranstaltungen das Potenzial der Einrichtung an
Noch nichts los im Haus der Wissenschaft an der Pockelsstraße? Doch. Markus Weißkopf, Geschäftsführer der GmbH, ist dabei, die Bevölkerung auf einen neuen Mittelpunkt Braunschweiger Geisteslebens einzustimmen.
Ein Beispiel: Die zweite Runde des Braunschweiger Wissenschaftswettstreites Premiere war im Juni im Schloss wird am 31. Oktober im Haus der Wissenschaft (Aula) fortgesetzt. Ein Kurzvortragsturnier, bei dem die jungen Wissenschaftler ihr frei gewähltes Thema möglichst unterhaltsam darbieten sollen.
Das Publikum wird am Ende die Vorträge bewerten und den "Slam Champion" des Abends küren. Als Siegestrophäe wird das "goldene Hirn" verliehen.
Eine Frucht des ehrgeizigen Vorsatzes, Laien für Wissenschaftsthemen zu begeistern, ist die Reihe "Nachtcafé für Aufgeweckte". Eine Kooperation mit der Buchhandlung Graff. Die Premiere behandelte die Frage: Sind die Menschen in ihren Handlungen vorbestimmt oder frei? Das Nachtcafé findet alle zwei Monate abwechselnd bei Graff und im Haus der Wissenschaft statt.
Die Verwandlung des monumentalen, 1937 errichteten Baus in das Haus der Wissenschaft wird in etwa fünf Monaten abgeschlossen sein. In der oberen Zone entstehen nach Entwürfen von O. M. Architekten Veranstaltungsräume und ein Restaurant, zu dem auch die riesige Außenterrasse gehört.
Als Krönung erhält das Haus der Wissenschaft eine Glaskuppel, die von innen, auch farbig, beleuchtet werden kann. Sie kostet 130 000 Euro und wird von der Salzgitter AG und der Öffentlichen Versicherung finanziert. Die gläserne Haube erinnert an die im Kriege zerstörte Kuppel, in der die Volkssternwarte untergebracht war.
Im Haus der Wissenschaft sind weitere Umbauten im Gange. Im Erdgeschoss entsteht das Servicecenter für die Studierenden, die sich vielleicht auch für das Angebot in der Spitze des Hauses interessieren. Das Servicecenter erhält, soviel kann man jetzt schon sehen, eine der schönsten Treppen, die in letzter Zeit in Braunschweig gebaut worden sind.
Dann: Unmittelbar nebenan, an der Konstantin-Uhde-Straße, baut die Technische Universität für ihre Studierenden und Beschäftigten eine neue Kindertagesstätte. Kosten: 900 000 Euro. Aufgenommen werden Kinder bis drei Jahren. Die Kindertagesstätte beginnt mit einer Ganztagsgruppe und einer Halbtagsgruppe. Bei Bedarf kann eine dritte Gruppe hinzukommen. Träger der Einrichtung ist übrigens das Studentenwerk.
Entworfen haben die Kita Springmeier-Architekten, Braunschweig. Helle Farben und natürliche Materialien sowie der Wechsel von offenen und geschlossenen Zonen sollen im Inneren eine lichte, abwechslungsreiche und anregende Atmosphäre für die Kinder schaffen.
BGF ca. 400 m²
Außenflächen ca. 1.000 m²
Bauzeit Beginn der Planung: Frühjahr 2008
Baubeginn: Sommer 2008
Fertigstellung: Frühjahr 2009
Baukosten: ca. 900.000













