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13. Februar 2012
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Integrationslotsen bauen Brücken

Informationen über Projekte im Netzwerk Integration

Von Bettina Habermann

Safinaz Yilderim ist an der Grundschule Isoldestraße ehrenamtlich als Elternlotsin tätig. Ausgebildet vom Büro für Migrationsfragen der Stadt, begleitet sie türkische Eltern zu Lehrerbesuchen, übersetzt Einladungen zu schulischen Veranstaltungen und macht Eltern Mut, trotz Sprachschwierigkeiten Elternsprechtage zu besuchen.

Dass Eltern türkischer Kinder in der Schule zunehmend präsent sind, freut Safinaz Yilderim. Nach Angaben der Leiterin des Büros für Migrationsfragen, Doris Bonkowski, ist sie eine von 28 zertifizierten Elternlotsen in der Stadt.

Die Qualifizierung zu Elternlotsen ist eine Ausbildung im Rahmen des Projektes Integrationslotsen, das das Land Niedersachsen seit 2007 anbietet und fördert. Ziel des Projektes ist es, den Integrationsprozess sowohl von neu zugewanderten als auch bereits länger hier lebenden Einwanderern zu unterstützen.

"Wer, wenn nicht wir, kann die Integration unterstützen?", bringt Handan Polat den Projektansatz auf den Punkt. Sie hat sich im MiMi-Projekt (Gesundheit mit Migranten für Migranten) zur Gesundheitsmediatorin und -lotsin ausbilden lassen. In muttersprachlichen Veranstaltungen informiert sie seitdem über Kindergesundheit, Brustkrebsfrüherkennung, Alter und Pflege sowie allgemein über das deutsche Gesundheitssystem. In Braunschweig sind 22 Gesundheitslotsinnen und 11 Gesundheitsmediatoren zertifiziert worden.

Im Anschluss an eine Sitzung des Netzwerks Integration betonte Doris Bonkowski, dass die Integrationslotsen nicht die professionellen Kräfte in der Migrationsarbeit ersetzen. "Ihr Einsatz stellt aber eine unverzichtbare Unterstützung der Professionellen dar."

Das Netzwerk Integration ist ein Zusammenschluss von etwa 40 Institutionen in Braunschweig, das seit 2000 besteht und jährlich drei- bis viermal zusammenkommt, um integrationspolitische Themen zu erörtern. Bei der jüngsten Zusammenkunft ging es um die unterschiedlichen Lotsenprogramme.

Jennifer Osthus vom Landessportbund stellte das Projekt Sportlotsen vor, für das in Braunschweig bislang noch keine Ausbildung angeboten wurde. Aber auch diese Lotsen sollen Brücken bauen zwischen bzw. zu Sportvereinen und z. B. den Bedarf an Sportarten aus den Heimatländern der Migranten feststellen.

Mittwoch, 18.02.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/9885619/menuid/2048
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