"Wir Trainer sind die größten Deppen"
VfL muss Martins und Ziani für Afrika-Cup abstellen Profis verpassen Vorbereitung und drei Spiele
WOLFSBURG. Nächste Woche wird es wieder übersichtlich auf dem Trainingsplatz des VfL. Bis zu elf Spieler muss der Wolfsburger Fußball-Bundesligist für Länderspiele für fast zwei Wochen abstellen für Trainer Armin Veh "ein Unding".
Die Problematik prangert Veh regelmäßig an. "Bei der Fifa werden 1000 kluge Vorschläge gemacht. Aber das bekommen sie nicht gebacken", ärgert sich der Fußballlehrer. Statt einer Abstellung für Spiele am Samstag und dem darauffolgenden Mittwoch würde Veh es lieber sehen, wenn die Länderpartien erst mittwochs und dann samstags stattfinden würden.
Für die Bosnier Edin Dzeko und Zvjezdan Misimovic geht es in zwei Qualifikationsspielen gegen Portugal um die erste WM-Teilnahme. "Und dann komme ich und sage ihnen, dass das Spiel gegen Nürnberg das wichtigste ist", verdeutlicht Veh die Problematik. "Wir Vereinstrainer sind doch die größten Deppen. Aber wie soll man ein System einstudieren, wenn man 14 Tage mit 8 Mann trainieren muss?", meint Veh.
Und den VfL könnte es noch schlimmer treffen. Zwei Profis werden den Wolfsburgern voraussichtlich den kompletten Januar nicht zur Verfügung stehen.
Obafemi Martins (Nigeria) und Karim Ziani (Algerien) nehmen mit ihren Nationalteams am Afrika-Cup teil, der alle zwei Jahre ausgetragen wird. Ausrichter ist vom 10. bis 31. Januar Angola. Martins und Ziani würden somit nicht nur die Vorbereitung verpassen, sondern auch die Bundesligaspiele gegen Stuttgart, Köln und Hamburg.
"Mit diesem Problem beschäftige ich mich schon lange. Wir müssen schauen, wie wir das lösen", meint Veh. Hätte der VfL denn eine Chance, die Spieler nicht teilnehmen zu lassen? "Natürlich nicht", betont Veh.











