Réver und Klamt im Mannschaftstraining
Barzagli wegen Geburt seines Kindes in Italien
WOLFSBURG. Die Trainingswoche beim VfL Wolfsburg begann gestern mit zwei kleinen Überraschungen. Beim Elf gegen Elf nach der langen Laufeinheit wirkten zwei Akteure mit, die dort niemand erwartet hatte: Réver und Julian Klamt bildeten die Innenverteidigung des einen Teams.
Eigentlich hätte der brasilianische Neuzugang noch gar nicht mit der Mannschaft des VfL trainieren sollen. Er trägt wegen seines Mittelhandbruchs immer noch eine Manschette. "Ich will ihn langsam an die Bedingungen gewöhnen", sagte Trainer Lorenz-Günther Köstner. "Jetzt hat er mal reinschnuppern können." Vielleicht hat dem Brasilianer das Schnuppern so gut gefallen, dass er am Wochenende zumindest schon auf der Bank sitzen möchte?
Réver schonte sich und seine Hand jedenfalls nicht, ging engagiert in Zweikämpfe, setzte auch schon mal eine ordentliche Grätsche an. Bei der Verständigung mit den Teamkollegen und dem direkten Nebenmann Klamt haperte es jedoch noch etwas.
Der 20-jährige Innenverteidiger aus der VfL-Reserve war von Köstner kurzfristig zum Training der Bundesligamannschaft beordert worden. Denn mit Andrea Barzagli fehlte beim VfL gestern Vormittag der vierte Innenverteidiger, der nunmal für ein Trainingsspiel unentbehrlich ist.
Der Italiener hatte am späten Sonntagabend Sonderurlaub von Köstner bekommen, um kurzfristig in seine Heimat zu fliegen. Bei Barzaglis Lebensgefährtin haben die Wehen eingesetzt, der gemeinsame Sohn soll zur Welt kommen. Heute muss der Weltmeister jedoch wieder zurück nach Wolfsburg kommen egal, ob das Kind inzwischen da ist oder nicht. fe











