Köstners Warnung an Misimovic
Trotz des Wechselwunsches des Wolfsburger Spielmachers ist ein Verkauf für Manager Hoeneß kein Thema
MÖNCHENGLADBACH. Sportlich läuft es bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hervorragend. Seit sieben Spielen sind die "Wölfe" ungeschlagen. Doch Wechselgerüchte um Spielmacher Zvjezdan Misimovic trüben die Freude.
Vergangenen Mittwoch kam das Interesse von Schalke-Trainer Felix Magath am Wolfsburger Spielmacher auf. Am Tag des Rückspiels bei Rubin Kasan legte Misimovic nach und erklärte, dass er gerne zu Schalke wechseln wolle (wir berichteten).
Eine Aussage, die VfL-Manager Dieter Hoeneß auf die Palme brachte. Denn der Bosnier hat seinen Vertrag beim VfL nach der Meisterschaft im vergangenen Sommer zu erheblich verbesserten Bezügen bis 2013 verlängert.
Wechsel für VfL kein Thema
Mit Blick auf den geltenden Vertrag wischt Hoeneß die Wechselgerüchte vom Tisch. "Das Wechsel-Thema stellt sich für mich überhaupt nicht", erklärt er. Denn anders als Edin Dzeko, der für festgeschriebene 40 Millionen Euro vorzeitig gehen könnte, existiert diese Wechselklausel im Misimovic-Vertrag nicht.
Auch wenn der Manager die Aussagen Misimovic für nicht besonders klug hält, nötigt ihm die Reaktion des Spielers, der in Gladbach ein Tor selbst erzielte und zwei weitere vorbereitete, Respekt ab. "Das spricht für ihn und seine Qualität, wenn er so unbeeindruckt zu Werke geht. Wenn er so auf dem Platz reagiert, ist es positiv", meint Hoeneß.
Mannschaft unbeeindruckt
Die Mannschaft zeigt sich von den Wechselgerüchten unbeeindruckt. "Wenn es jedes Mal so ausgeht wie in Gladbach, kann ,Zwetschge meinetwegen jede Woche so etwas sagen", meint Marcel Schäfer, den das Interesse am Spielmacher nicht verwundert. "Er spielt sehr gut. Dass andere Vereine da aufmerksam werden, ist doch klar. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass er ein super Spielmacher ist."
Nicht ganz so locker sieht es naturgemäß VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner. "Misimovic sollte mit solchen Aussagen aufpassen. So etwas geht auf die Mannschaft über. Ich hoffe, er überlegt es sich anders zumal er ja noch einen Vertrag bei uns hat", erklärt Köstner.
Der so Kritisierte übt sich gar nicht erst in Selbstkritik. "Darüber habe ich genug gesagt, dazu möchte ich mich nicht mehr äußern", meint Misimovic. Ein Dementi klingt anders. "Fakt ist, die Aussage steht im Raum, bis er sie zurücknimmt", sagt Hoeneß. "Doch wenn er nichts sagt, ist es schon mal der erste Schritt."













